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Aus der Stadt Sozialarbeiter wegen Kinderpornos verurteilt
Hannover Aus der Stadt Sozialarbeiter wegen Kinderpornos verurteilt
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00:15 06.07.2013
Ein Sozialarbeiter ist wegen Besitzes von Kinderpornografie zu einer Geldstrafe von 15.000 Euro verurteilt worden. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hannover

Das Gericht verurteilte ihn daraufhin zu einer Geldstrafe.

Die Polizei hatte den Computer des 59-Jährigen im Zuge der Ermittlungen gegen einen internationalen Kinderporno-Ring durchsucht. Dort fanden sie 107.335 verbotene Bilder und Videos. B. soll die Dateien jahrelang gesammelt haben. Als Motiv gab er vor Gericht Sexsucht an.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Trotz Geständnis legte B.s Anwalt gegen das Urteil Berufung ein. Der Verteidigung erscheint die Geldstrafe von 300 Tagessätzen zu jeweils 50 Euro zu hoch. Sollte B. die Strafe nicht zahlen können, müsste er ersatzweise für ein Jahr ins Gefängnis, berichtet Oberstaatsanwältin Irene Silinger.

Die Staatsanwaltschaft habe eine 15-monatige Bewährungsstrafe gefordert. „Dadurch hätte es bessere Möglichkeiten für Auflagen gegeben, um Wiederholungstaten zu verhindern“, sagt Silinger. Eine reine Haftstrafe sei nicht infrage gekommen, weil Günther B. bislang keine Vorstrafen hatte.

Ganz unbescholten ist der 59-Jährige jedoch nicht. 1997 ermittelte die Staatsanwaltschaft schon einmal gegen ihn. Die Ermittlungen wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch von Kindern wurden jedoch gegen eine Geldstrafe eingestellt. Damit galt er nicht als vorbestraft. Warum es nicht zu einer Anklage kam, kann heute nicht mehr nachvollzogen werden. „Die Akte ist nicht mehr verfügbar“, sagt Silinger.

Nach Zahlung der Strafe trat Günther B. eine Stelle im Jugendzentrum Vahrenheide an. In seinem Führungszeugnis, das er der Stadt Hannover vorlegte, sei die Strafe nicht aufgetaucht, berichtet Stadtsprecherin Konstanze Kalmus. Als die Vorwürfe gegen B. schließlich bekannt wurden, habe er schon nicht mehr mit Kindern, sondern in der Verwaltung gearbeitet.

Der 59-Jährige sei noch immer bei der Stadt angestellt, derzeit aber dauerhaft arbeitsunfähig geschrieben, sagt Kalmus. „Solange kein Urteil vorliegt, kann er nicht entlassen werden“, erklärt die Behördensprecherin. Aber auch wenn er aus arbeitsrechtlichen Gründen nicht entlassen werden könnte, will die Stadt Konsequenzen ziehen. „Er wird nie wieder dort arbeiten, wo er mit Kindern in Kontakt kommt“, versichert Kalmus.

Christian Link

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