Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 4 ° Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Sozialarbeiter wegen Kinderpornos verurteilt

15.000 Euro Geldstrafe Sozialarbeiter wegen Kinderpornos verurteilt

Weil er kinderpornografische Bilder und Videos gesammelt hat, ist ein Sozialarbeiter aus Hannover zu einer Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro verurteilt worden. In einem Prozess vor dem Amtsgericht hat der 59-jährige Günther B. den Besitz der verbotenen Dateien gestanden.

Voriger Artikel
Grenzerfahrungen am Maschteich
Nächster Artikel
Genüsse aus dem Wandergarten

Ein Sozialarbeiter ist wegen Besitzes von Kinderpornografie zu einer Geldstrafe von 15.000 Euro verurteilt worden.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. Das Gericht verurteilte ihn daraufhin zu einer Geldstrafe.

Die Polizei hatte den Computer des 59-Jährigen im Zuge der Ermittlungen gegen einen internationalen Kinderporno-Ring durchsucht. Dort fanden sie 107.335 verbotene Bilder und Videos. B. soll die Dateien jahrelang gesammelt haben. Als Motiv gab er vor Gericht Sexsucht an.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Trotz Geständnis legte B.s Anwalt gegen das Urteil Berufung ein. Der Verteidigung erscheint die Geldstrafe von 300 Tagessätzen zu jeweils 50 Euro zu hoch. Sollte B. die Strafe nicht zahlen können, müsste er ersatzweise für ein Jahr ins Gefängnis, berichtet Oberstaatsanwältin Irene Silinger.

Die Staatsanwaltschaft habe eine 15-monatige Bewährungsstrafe gefordert. „Dadurch hätte es bessere Möglichkeiten für Auflagen gegeben, um Wiederholungstaten zu verhindern“, sagt Silinger. Eine reine Haftstrafe sei nicht infrage gekommen, weil Günther B. bislang keine Vorstrafen hatte.

Ganz unbescholten ist der 59-Jährige jedoch nicht. 1997 ermittelte die Staatsanwaltschaft schon einmal gegen ihn. Die Ermittlungen wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch von Kindern wurden jedoch gegen eine Geldstrafe eingestellt. Damit galt er nicht als vorbestraft. Warum es nicht zu einer Anklage kam, kann heute nicht mehr nachvollzogen werden. „Die Akte ist nicht mehr verfügbar“, sagt Silinger.

Nach Zahlung der Strafe trat Günther B. eine Stelle im Jugendzentrum Vahrenheide an. In seinem Führungszeugnis, das er der Stadt Hannover vorlegte, sei die Strafe nicht aufgetaucht, berichtet Stadtsprecherin Konstanze Kalmus. Als die Vorwürfe gegen B. schließlich bekannt wurden, habe er schon nicht mehr mit Kindern, sondern in der Verwaltung gearbeitet.

Der 59-Jährige sei noch immer bei der Stadt angestellt, derzeit aber dauerhaft arbeitsunfähig geschrieben, sagt Kalmus. „Solange kein Urteil vorliegt, kann er nicht entlassen werden“, erklärt die Behördensprecherin. Aber auch wenn er aus arbeitsrechtlichen Gründen nicht entlassen werden könnte, will die Stadt Konsequenzen ziehen. „Er wird nie wieder dort arbeiten, wo er mit Kindern in Kontakt kommt“, versichert Kalmus.

Christian Link

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Am 8. und 9. Juli wird Ernst August Erbprinz von Hannover Ekaterina Malysheva heiraten. Nicht auf der Marienburg in Pattensen, wo sein Vater 1981 geheiratet hat, sondern in der Marktkirche. Kenner gehen davon aus, dass sie voll sein wird mit Ehrengästen. Etliche gekrönte Häupter aus Europas Hochadel werden erwartet. Auf unserer Themenseite halten wie Sie stets auf dem Laufenden.

Grüne Wassersäcke an Bäumen in Hannover

Keine Kunstaktion, sondern Wasser für die Bäume - Die Säcke haben eine wichtige Aufgabe.