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Aus der Stadt Sozialarbeiter sollen Obdachlose vor Kältetod schützen
Hannover Aus der Stadt Sozialarbeiter sollen Obdachlose vor Kältetod schützen
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22:47 04.12.2010
Ein Obdachloser sitzt mit einer Spendendose in der Fußgängerzone der Innenstadt von Hannover. Quelle: dpa

Dafür habe die Stadt 25.000 Euro in die Hand genommen, sagte Sprecherin Konstanze Kalmus. „Die Sozialarbeiter sprechen die Obdachlosen direkt an und bieten Hilfe an“ Sie weisen auf Notschlafplätze oder Tagestreffs hin, prüfen die Gesundheit der Wohnungslosen und verteilen warme Decken und Schlafsäcke.

Das neue Angebot ist Teil eines schon länger bestehenden Winternotprogrammes der Stadt in Zusammenarbeit mit freien Trägern. Dazu gehört auch, dass die städtischen Verkehrsbetriebe bei Minusgraden in der Nacht einige U-Bahn-Stationen für die Obdachlosen geöffnet lassen. Zudem fährt ein sogenannter „Wärmebus“ durch die Straßen und verteilt warme Getränke und Decken.

Insgesamt gibt es in Hannover rund 700 Schlafplätze für Männer, Frauen und Kinder. „Wir hatten in den vergangenen Wintern immer ausreichend Schlafplätze“, sagte Kalmus. Angaben des Diakonischen Werkes in Hannover zufolge leben in der Landeshauptstadt in der wärmeren Jahreszeit etwa 300 Menschen auf der Straße, im Winter seien es deutlich weniger. Die meisten suchten in der Kälte Schutz bei Freunden.

Doch nicht alle der Wohnungslosen nutzen die Angebote der Stadt und der gemeinnützigen Vereine und Kirchen. „Eine Massenunterkunft lehnen manche von ihnen aus den verschiedensten Gründen ab.“ Aus Stolz, Scham, Angst vor Gewalt und Diebstahl und auch vor dem Verlust der wenigen Würde, die sie noch haben.

Im vergangenen Jahr war in Hannover ein Obdachloser auf einer Parkbank gestorben. Er galt als der erste Mensch seit mehr als 33 Jahren, der in Hannover erfroren ist. Mittlerweile jedoch stehe fest, dass der 57-Jährige einen Herzinfarkt hatte und daran starb, sagte Kalmus.

dpa

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