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Aus der Stadt Fraktionen suchen Kompromiss beim Klinikum
Hannover Aus der Stadt Fraktionen suchen Kompromiss beim Klinikum
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00:15 26.02.2016
Von Mathias Klein
Die Fraktionen suchen nach einem Kompromiss. Quelle: haz baselitz hund
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Hannover

Die Fraktionen haben nur noch wenig Zeit. Denn die Politiker vereinbarten in der gestrigen Sondersitzung, dass bereits in einer Woche ein gemeinsames Konzept vorliegen soll. Dann soll die Regionsversammlung entscheiden, wie es mit den Krankenhäusern in Burgwedel und Lehrte weitergeht. Mit den Gesprächen über eine gemeinsame Linie beim Klinikum soll verhindert werden, dass ein Streit über die medizinische Versorgung im Nordosten der Region zum Thema im Wahlkampf wird. Am 11. September werden die Kommunalparlamente neu gewählt.

In der gestrigen Sitzung des Sozialausschusses waren sich Redner von SPD, CDU und Grünen einig, dass ihre jeweiligen Anträge in den wichtigsten Punkten dicht beieinander sind. Deshalb sei ein Kompromiss möglich. SPD und Grüne wollen einen Neubau des Krankenhauses in Großburgwedel und eine besondere Spezialisierung der Lehrter Klinik auf Altersmedizin. Beide Seiten sind sich einig, dass die Grundversorgung an beiden Standorten erhalten werden soll. Das schließt jeweils eine Notaufnahme und eine Chirurgie mit ein. Die CDU hatte die Sanierung der Gebäude an beiden Standorten und die Beibehaltung der derzeitigen Bettenzahl verlangt. Für einen Kompromiss hatten sich in der Sitzung Oliver Brandt (CDU), Elke Zach und Silke Gardlo (beide SPD), sowie Doris Klawunde (Grüne) stark gemacht.

Nach der Verabschiedung des Konzepts durch die Regionsversammlung muss die Geschäftsführung detaillierte Pläne erarbeiten. Dazu gehört auch die Frage der Finanzierung.

Regionspräsident Hauke Jagau (SPD) begrüßte die Einigungsbereitschaft. „Es ist gut, dass es erstmals seit langer Zeit wieder zu einem Austausch kommt“, betonte er. Jagau ist auch Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums. Er hat sich bisher inhaltlich noch nicht zu der seit vielen Monaten kontrovers geführten Diskussion um die Zukunft der Klinikstandorte geäußert.

Die Geschäftsführung des Klinikums hat sich bisher für den Neubau eines Krankenhauses an einem neuen Standort zwischen Lehrte und Burgwedel sowie die Aufgabe des Klinikums in Lehrte ausgesprochen – Letzteres ist bereits vollzogen. In die Debatte um die Standorte im Norden der region hatten sich auch die niedergelassenen Ärzte aus Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze eingeschaltet. Sie hatten damit gedroht, ihre Patienten nicht mehr in Krankenhäuser des Klinikums überweisen, wenn im Zuge von dessen Neuausrichtung die chirurgische Abteilung im Klinikum Lehrte geschlossen wird.

 

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