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Aus der Stadt Sozialkaufhaus feiert seinen zehnten Geburtstag
Hannover Aus der Stadt Sozialkaufhaus feiert seinen zehnten Geburtstag
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00:16 15.01.2018
Zum Geburstag leuchtet das Fairkaufhaus  auf allen vier Etagen. Quelle: Heidrich
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Hannover

 Die Zahl kann sich sehen lassen: Rund 1000 Kunden kaufen täglich bei Fairkauf in der City ein. Und am Freitagabend konnte das Sozialkaufhaus in der Limburgstaße auch niemand mehr übersehen: In bunten Farben erstrahlte das gesamte Gebäude. Die Inszenierung hatte sich die Fairkauf-Genossenschaft selbst zum Geburtstag geschenkt.  Vor zehn Jahren wurde  das Kaufhaus als erstes seiner Art eröffnet –inzwischen sind fünf weitere Filialen im Stadtgebiet und im Umland dazugekommen.

2008 eröffnete die Genossenschaft Fairkauf Hannovers erstes Kaufhaus, in dem gespendete Secondhand-Waren an Bedürftige verkauft werden – und Langzeitarbeitslose Beschäftigung finden.

Gespendete Secondhand-Ware bietet das Innenstadt-Kaufhaus auf vier Etagen zu günstigen Preisen an. Einkaufen kann bei Fairkauf jeder, Bedürftige aber erhalten 20 Prozent Rabatt. Grundgedanke des Projekts ist es nicht nur, gut erhaltene Dinge an diejenigen weiterzugeben, die sie gut gebrauchen können. Vor allem will die Fairkauf-Genossenschaft Langzeitarbeitslosen und anderen Menschen, die Probleme haben, im Beruf Fuß zu fassen, eine solide Starthilfe geben.

Diese Idee ist aufgegangen: Mittlerweile seien mehr als 100 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen worden, sagte Vorstand Klaus Hibbe bei der Geburtstagsfeier. Insgesamt arbeiten an allen Fairkauf-Standorten heute 230 Menschen, darunter auch rund 60 Ehrenamtliche. Die Genossenschaft bietet spezielle Qualifizierungsprogramme für Arbeitslose an und bildet auch Einzelhandels- und Bürokaufleute aus. 

Filialen gibt es inzwischen auch in Linden-Süd, Mühlenberg, Laatzen und Langenhagen, das zentrale Warenlager samt Verkauf ist in Vahrenwald zu finden. Geht es nach Hibbe und seiner Vorstandskollegin Nicola Barke, sollen noch weitere hinzukommen. „Wir sind immer auf der Suche nach neuen Standorten, an denen wir unsere Idee verwirklichen können“, sagte Hibbe.

Von Juliane Kaune

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