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Aus der Stadt Fairkauf kann sich ausbreiten
Hannover Aus der Stadt Fairkauf kann sich ausbreiten
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00:16 28.05.2016
Von Bernd Haase
Thomas Hermann, Nicola Barke und Klaus Hibbe (von links) freuen sich über das neue Fairkauflager. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Gelöste Stimmung herrschte am Mittwochmittag an der Vahrenwalder Straße 207. Dort hat die Genossenschaft, die die vier Sozialkaufhäuser Fairkauf in Hannovers Innenstadt, Linden-Süd, Laatzen und Langenhagen betreibt, ihr neues Lager bezogen. „Wir haben hier mehr Fläche zur Verfügung und somit bessere Voraussetzungen für unsere Arbeit“, sagte Nicola Barke, Geschäftsführerin für die Bereiche Personal und Soziales, bei einer Feier mit zahlreichen Gästen, darunter Bürgermeister Thomas Hermann. Der lobte Fairkauf als „wichtigen Teil des sozialen Hannovers“.

Die Genossenschaft, die 2008 ihr erstes Kaufhaus in der Limburgstraße eröffnet hat, bietet gespendete Secondhand-Ware zu günstigen Preisen an. Kaufen kann jeder, aber wichtigste Zielgruppe sind Menschen mit geringem Einkommen. Die Erlöse wiederum steckt Fairkauf in die Förderung, Aus- und Weiterbildung vor allem von Langzeitarbeitslosen. Zurzeit zählt die Genossenschaft nach Angaben von Barke 220 Mitarbeiter, darunter 87 Tarifbeschäftigte.

Im Lager werden Möbel, Haushaltswaren, große Elektrogeräte und Kleidung montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und sonnabends von 10 bis 16 Uhr verkauft. Außerdem geschieht von diesem Standort aus die Belieferung der Kaufhäuser mit Waren. Einfach war das nicht immer. Seit Gründung der Genossenschaft musste das Lager schon viermal umziehen. Zuletzt wurde an der Mogelkenstraße in Hainholz der Mietvertrag nicht verlängert.

„Wir benötigten einen Standort, der das Wachstum der Genossenschaft trägt“, sagt der für Handel und Logistik zuständige Vorstand Klaus Hibbe. Gefunden hat man ihn in Vahrenwald in einem ehemaligen Lager- und Bürogebäude, das vom Vermieter umgebaut worden ist. Auf 3000 Quadratmetern Fläche arbeiten derzeit 60 Mitarbeiter. Im September soll auch die Verwaltung in das neue Gebäude einziehen. Laut Barke kann die Genossenschaft ihr Angebot ausweiten und beispielsweise jetzt auch Alleinerziehende beschäftigen.

Wie sehr sich Fairkauf etabliert hat, verdeutlichte Horst Schrage, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer. „Am Anfang dachten wir, ein Sozialkaufhaus bedeute unfairen Wettbewerb“, sagt er. Inzwischen wisse man, dass die Häuser an ihren Standorten zusätzliche Kundenfrequenz bringen und das Umfeld aufwerten.

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