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Warum die Grippe-Impfung jetzt notwendig ist

Grippe Warum die Grippe-Impfung jetzt notwendig ist

Noch hat die Grippewelle nicht begonnen. Doch die Zahl der Atemwegerkrankungen steigt bereits an. Gerade darum sei jetzt der beste Zeitpunkt für eine vorbeugende Impfung gegen die Influenza, betonen Sozialministerin Cornelia Rundt und Landesgesundheitsamt-Präsident Matthias Pulz.

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Geben Tipps zur Impfung: Matthias Pulz, Präsident des Landesgesundheitsamts, und Sozialministerin Cornelia Rundt.

Quelle: Villegas

Hannover. "Die Grippe ist unberechenbar", erklärt Pulz. Grundsätzlich gehe man davon aus, dass auf einen Winter mit vielen Erkrankungen eine leichtere Grippesaison folge. Doch dieses Muster sei zuletzt nicht mehr gültig gewesen. So habe es im dritten Jahr in Folge eine heftige Grippewelle gegeben. "Darum können wir auch für diesen Winter keine Entwarnung geben", sagt Pulz. Als "Grippe-Monate" gelten vor allem der Januar und der Februar.

Impfen lassen sollten sich laut Pulz vor allem Menschen im Alter über 60 Jahre, chronisch Kranke, Schwangere, medizinisches Personal und andere Berufsgruppen, die mit vielen Leuten in Kontakt kommen. Leider biete aber auch die Impfung keinen hundertprozentigen Schutz, räumt Pulz ein. Weil sich die Grippeviren von Jahr zu Jahr veränderten, könne das Serum für die aktuelle Saison stets nur aufgrund der Erfahrungen des Vorjahres hergestellt werden. "Wir hinken da hinterher." 

In der Debatte, ob Impfstoff mit Vierfachschutz besser ist als ein Serum, das gegen drei Virenstämme immunisiert, bezog Pulz klar Position: "Die Diskussion ist völlig übertrieben." In beiden Impfstoffen sei der gleiche Wirkstoff gegen das gefährliche Virus des Typ A enthalten, was für einen wirksamen Schutz entscheidend sei. Dies habe auch die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts bestätigt, deren Empfehlungen für das Landesgesundheitsamt richtungsweisend sind.

Die Behörde hat ein Überwachungssystem aufgebaut, für das landesweit ausgewählte Arztpraxen, Kliniken und Kindertagsstätten auftretende Atemwegserkrankungen wöchentlich melden. Demnach waren in 11 von 35 teilnehmenden Landkreisen und Städten die Zahlen "hoch bis sehr hoch". Auch das lasse noch keine Prognose für den Verlauf der künftigen Grippewelle zu, erklärt Pulz.

Bei der Pressekonferenz am Montag räumten er und die Ministerin ein, dass sie bis dato beide noch nicht geimpft sind  dies aber umgehend in Angriff nehmen wollen. "Schließlich gehöre ich zur Risikogruppe der über 60-Jährigen", meinte Rundt mit einem Schmunzeln.

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