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Sparkasse will an Schließung von Filialen festhalten

Trotz Protesten Sparkasse will an Schließung von Filialen festhalten

Auch der Protest aus der Kommunalpolitik ist vergebens: Die Sparkasse Hannover will trotz eines eindringlichen Appells des Bezirkrats Mitte unbeirrt an ihren Sparplänen festhalten. Bis Ende 2019 sollen demnach insgesamt 19 Filialen geschlossen und 14 weitere zu Selbstbedienungsstandorten reduziert werden.

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Wird geschlossen: Die Filiale Calenberger Straße.

Quelle: Philipp von Ditfurth

Hannover. In einer umfangreichen Stellungnahme rechtfertigt die Sparkasse jetzt ihre Entscheidung. Zu Zugeständnissen im Einzelfall ist das Unternehmen nicht bereit.

Der Bezirksrat hatte an den Sparkassen-Vorstand appelliert, die Filialen Calenberger Neustadt und Lister Meile nicht zu schließen. Ersatzweise sollten die beiden Niederlassungen mit reduzierten Öffnungszeiten oder als SB-Standorte erhalten werden. Ähnliche Anträge hatte es auch in anderen Bezirksräten zu anderen Standorten gegeben.

Einsparziel: 30 Millionen Euro

Für die Sparkasse sind Nachbesserungen am Sparkonzept ausgeschlossen. „Jeder unserer Standorte wurde mit Blick auf Kundenströme, Nahversorgungssituation, Erreichbarkeit und Kosten genau geprüft“, heißt es in einer Stellungnahme an den Bezirksrat. Eine „renommierte Unternehmensberatung für den Finanzsektor“ habe jede einzelne Filiale genau unter die Lupe genommen.

Rein aus sozialen Gründen kann oder will die Sparkasse keine Filiale mehr betreiben. Sie beruft sich auf eine Entscheidung ihres Verwaltungsrats, der Einsparungen in Höhe von 30 Millionen Euro einfordert. „Auch als öffentlich-rechtliches Unternehmen stehen wir mittlerweile voll und ganz im Wettbewerb“, heißt es.

Das Unternehmen sei sich bewusst, dass diese Linie vereinzelt zu Härtefällen führen könne. „Standortlösungen, die betriebswirtschaftlich nicht vertretbar sind, kommen allerdings unter den verschärften Umfeldbedingungen für Finanzdienstleister nicht mehr infrage.“

Das gelte auch für die Standorte Calenberger Neustadt und Lister Meile. Konkrete Zahlen zur Kundenfrequenz für die Standorte nennt die Sparkasse nicht. „Immer weniger Menschen finden den Weg in eine Filiale“, heißt es nur. Immerhin verrät die Sparkasse: Die Zahl der qualifizierten Beratungsgespräche pro Jahr ist kleiner als die Zahl der Sparkassen-Kunden. Die liegt laut Geschäftsbericht 2015 bei 719 000 Personen.

59 Beratungscenter, zehn Beratungscenter mit eingeschränkten Öffnungszeiten, 25 SB-Standorte und fünf Sonderstandorte wird die Sparkasse künftig betreiben. „Damit haben wir auch 2020 das größte Standortnetz aller Kreditinstitute in der Stadt Hannover und im Umland“, heißt es.

Von Christian Link

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