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Aus der Stadt Medienvertreter laufen mit Athleten
Hannover Aus der Stadt Medienvertreter laufen mit Athleten
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04:27 11.06.2016
HAZ-Volontärin Isabell Rollenhagen (rechts) lief beim "Medien-Unified-Lauf" im Team Printmedien mit. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Eigentlich stehe ich auf der anderen Seite des Sportplatzes - genauer gesagt am Rand der Spielstätten. Um die Sportler zu beobachten, wie sie in ihren Disziplinen bei den Special Olympics um die Medaillen kämpfen. Doch am Mittwoch habe ich meinen Block und den Stift beiseite gelegt, um selbst aktiv zu werden. Acht Journalisten treten zusammen mit acht Athleten beim "Medien Unified Sport" zum Staffellauf an.

Unified, das bedeutet, dass Menschen mit und ohne geistiger Behinderung gemeinsam Sport treiben. Es soll Berührungsängste beseitigen, die Inklusion voranbringen und zeigen, dass man gemeinsam viel erreichen kann. 805 Starter haben sich in diesem Jahr als Unified-Teams bei den Special Olympics angemeldet.

Die ganze Woche über berichten Journalisten über die Athleten Special Olympics. Dort kamen sie selbst auch ins Schwitzen: Medienvertreter traten zusammen mit geistig Behinderten bei einem Staffellauf an. HAZ-Volontärin Isabell Rollenhagen ist mit gelaufen.

Für den Staffelwettbewerb der Medienvertreter bekommt jeder Journalist einen Athleten als Partner zugeteilt. Ich laufe mit Hauke Buchhammer. Der 26-Jährige ist Judoka und startet am Donnerstag in der Wettkampfklasse 2. "Ich könnte dich in null Komma nix auf die Matte werfen", sagt der Gabsener mit einem Grinsen. Dreimal in der Woche trainiert er. Das verschafft Respekt. Und ich bin froh, einen so fitten Sparringspartner zugeteilt bekommen zu haben. Er kann meine Unsportlichkeit vielleich ausgleichen. Wir starten im Team "Printmedien" als drittes Paar.

Der Parcours sieht vor, dass wir zuerst Hand in Hand Slalom um Hütchen laufen. Das ist zu zweit gar nicht so einfach. Denn wir haben vorher nicht besprochen, auf welcher Seite wir beginnen. Also stelle ich Hauke gleich ein Bein. Er kommt kurz ins Straucheln, kann sich dann aber wieder fangen. Das kostet wertvolle Millisekunden.  "Entschuldige", rufe ich und bin froh, dass er mich zur Strafe nicht auf den Rasen schmeißt. Am Ende der Strecke müssen wir Bälle auf ein Ziel werfen und dann gemeinsam eine Kiste zurück zum Startpunkt tragen. Geschafft.

"Es war gut mit dir zu laufen", sagt Hauke, der bei der Lebenshilfe Seelze in der Montage arbeitet und riesiger 96-Fan ist, anerkennend. Darauf klatschen wir ab. Und auch wenn wir alles gegeben haben: Unser Team schafft es gegen die Fotografen nur ins kleine Finale um Platz drei. Wir müssen gegen die Leute vom Hörfunk ran. Diesmal klappt es mit dem Slalom auch besser. Und am Ende bleibt das Kopf-an-Kopfrennen ein Unentschieden. Mit dem dritten Platz der "Printmedien" sind Hauke und ich halbwegs zufrieden. "Hauptsache, wir sind nicht die schlechtesten", sagt er und lächelt. "Es hat Spaß gemacht." Das stimmt.

Von Isabell Rollenhagen

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