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Hannover erwartet 14.000 Athleten zu Wettkämpfen

Special Olympics Hannover erwartet 14.000 Athleten zu Wettkämpfen

Es ist ein sportliches Großereignis, das vom 6. bis 10. Juni in Hannover stattfinden wird. 14.000 Menschen werden dafür erwartet. Doch sind bei den Special Olympics keine Rekorde im langläufigen Sinn zu erwarten – es handelt sich dabei um Wettbewerbe für Menschen mit geistiger Behinderung.

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Das Olympische Feuer ist von Berlin aus auf dem Weg nach Hannover. Den Startschuss gab Schirmherrin Daniela Schadt, die Lebensgefährtin von Bundespräsident Joachim Gauck.

Hannover. Ist dabei sein alles? Der Olympische Gedanke ist zwar edel - doch eigentlich will jeder Sportler am Ende mehr: siegen. Auch bei den Special Olympics, den Spielen für Menschen mit geistiger Behinderung. Jörg Trute jedenfalls hat sein Ziel klar vor Augen. Der 30-jährige mit Down-Syndrom möchte die Goldmedaille im Tennis holen, dafür trainiert er einmal in der Woche. Und vor so wichtigen Wettkämpfen wie den nationalen Special-Olympics-Wettkämpfen, die dieses Jahr in Hannover ausgetragen werden, schwingt er so oft wie möglich den Schläger. „Meine Stärke ist die Vorhand“, sagt er. Gut drei Wochen haben Trute und die rund 4800 Athleten aus ganz Deutschland noch Zeit, sich auf die nationalen Sommerspiele vorzubereiten.

Vom 6. bis zum 10. Juni finden in Hannover die Special Olympics statt. Die Organisatoren haben jetzt das Programm vorgestellt.

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Vom 6. bis 10. Juni werden sie sich in zehn Spielstätten in 18 Sportarten messen, darunter Leichtathletik, Judo, Voltigieren und Fußball. Die meisten Wettkampforte befinden sich im Sportpark hinter der HDI-Arena (Erika-Fisch-Stadion, Stadionbad, Swiss-Life-Hall). Aber auch in der Innenstadt werden die Sportler zu sehen sein - am Kröpcke wird beispielsweise Beachvolleyball gespielt. Weitere Wettkämpfe finden in der IGS Mühlenberg, dem Golfclub Hannover in Garbsen oder der Pferderennbahn in Langenhagen statt.

„Mit den Athleten, den Trainern, Betreuern und Familien werden wir fünf Tage lang die Stadt rocken“, sagt Kerstin Tack, Präsidentin des Organisationskomitees und Vizepräsidentin der Special Olympics Deutschland (SOD). Insgesamt werden gut 14.000 Menschen erwartet - Zuschauer noch nicht eingerechnet. Tack hofft, dass möglichst viele Hannoveraner zu den Wettkämpfen kommen, um die Athleten anzufeuern. Schließlich gehe es den Organisatoren zufolge neben der Inklusion behinderter Menschen in den Sport auch um den Wettkampfgedanken.

Die Wettbewerbe starten am Dienstag, 7. Juni, und dauern in der Regel von 9 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist in allen Spielstätten kostenlos, außerdem werden Mitmachaktionen in der Olympic Town im Sportpark organisiert. Auf dem Parcours mit verschiedenen Übungen soll Freude an Bewegung geweckt und Sinneserfahrungen mit dem eigenen Körper gemacht werden - je nach Erfahrungen und Können. An den einzelnen Stationen wird der Schwierigkeitsgrad die Fähigkeit des Teilnehmers angepasst. Trainiert werden Koordination, Gleichgewicht und verschiedene Bewegungsformen.

Wie bei Olympischen Spielen üblich, wird auch bei den Special Olympics eine Fackel mit dem Olympischen Feuer durch verschiedene Städte in Deutschland getragen. Am 4. Juni kommt sie in Hannover an. Mit einer großen Eröffnungsfeier zwei Tage später werden die Teilnehmer der Special Olympics dann offiziell begrüßt.

Special Olympics

Die Special Olympics National Games sind in Deutschland die größte Sportveranstaltung für Menschen mit einer geistigen Behinderung. Die Spiele sind Teil der internationalen Special Olympics Bewegung. Sie finden seit 1998 regelmäßig statt. Die Teilnahme steht allen Menschen mit geistiger Behinderung offen, soweit sie mindestens 12 Jahre alt sind. Damit jeder Teilnehmer die gleiche Chance auf Erfolg hat, werden für die Wettbewerbe verschiedene Leistungsgruppen eingeteilt.
In der Olympic Town im Sportpark Hannover können sich Sportler, Betreuer, Trainer und Zuschauer während der Special Olympics begegnen und die Siegerehrungen verfolgen. Außerdem können alle am sogenannten wettbewerbsfreien Angebot teilnehmen. Es ist sowohl für Menschen mit als auch ohne Behinderungen gedacht.

iro

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