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Aus der Stadt Südstadt wird für Autos tabu
Hannover Aus der Stadt Südstadt wird für Autos tabu
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00:15 12.09.2014
Bereits im Vorfeld der Feiern zum Tag der Deutschen Einheit am Maschsee werden wichtige Verbindungsstraße zwischen Innenstadt und dem Süden Hannovers voll gesperrt sein. Quelle: dpa
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Hannover

Weit im Vorfeld der Veranstaltungen werden vier wichtige Verbindungsstraße zwischen Innenstadt und dem Süden Hannovers voll gesperrt: Vom 26. September (ab 8 Uhr morgens) bis 5. Oktober (bis 8 Uhr morgens) ist das Rudolf-von-Bennigsen-Ufer zwischen Sprengel Museum und Altenbekener Damm nicht mehr befahrbar, ebenso das Arthur-Menge-Ufer, die Willy-Brandt-Allee und die Culemannstraße. Auch der Abschnitt des Cityrings vor dem Rathaus ist vom 2. bis zum 4. Oktober komplett gesperrt. Der Verkehr von der Innenstadt in Richtung Süden soll dann vorwiegend über die Hildesheimer Straße fließen. „Das wird ein bisschen kniffelig“, räumt Peter Bischoff, vom Ingenieurbüro SAP ein, das das Verkehrskonzept erstellt hat. Bischoff vertraut darauf, dass die Hannoveraner auch andere Straßen Richtung Süden nutzen. An den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten wolle man ab Mitte September Hinweistafeln aufstellen, die über die Sperrungen informieren.

Das sind die Zufahrten

In den kommenden Tagen erhalten die Südstädter Post von der Stadt. Darin sind mehrere Passierscheine, die sie vorzeigen müssen, wenn sie am 2. und 3. Oktober in ihr Quartier zwischen Friedrichswall und Altenbekener Damm, sowie zwischen Hildesheimer Straße und Rudolf-von-Bennigsen-Ufer fahren wollen. Alle Zufahrten ins Viertel überwachen private Sicherheitskräfte. Am 2. Oktober beginnt die Sperrzeit ab 11 Uhr, sodass die meisten Berufspendler an ihren Arbeitsplätzen sein dürften. Passierscheine werden zudem im Bürgerbüro des Rathauses vergeben sowie in der Stadtbibliothek, Hildesheimer Straße 12, und bei Kühl Optik, Hildesheimer Straße 60–62. Fragen beantwortet die Stadt von Montag bis Freitag, 9 bis 12 Uhr, unter der Telefonnummer 1 20 47 60.

Zudem gelangen Anwohner und Besucher der westlichen Südstadt, zwischen Friedrichswall und Altenbekener Damm, an den beiden Veranstaltungstagen nur noch mit Passierscheinen in ihr Viertel. „Wir wollen die Südstädter davor schützen, dass ihr Quartier von Besuchern zugeparkt wird“, sagt der städtischen Eventmanager Ralf Sonnenberg. Ein privater Sicherheitsdienst hält an den Zufahrten zur Sperrzone Tag und Nacht Wache.

Mehrere Hunderttausend Gäste erwarten die Stadt Hannover und das Land Niedersachsen zu den Festivitäten. Aber über Parkplätze für auswärtige Besucher schweigen sich die Veranstalter aus. „Es gibt zwar Parkflächen, wir werden sie jedoch nicht im Vorfeld bekanntgeben“, sagt Sonnenberg. Man empfehle allen Gästen, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Dem Vernehmen nach sollen Ankömmlinge von außerhalb auf die Parkhäuser in der City verwiesen werden. Da zumindest am 3. Oktober kein Geschäft geöffnet hat, dürften die Parkhäuser weitgehend leer sein. Ein Teil des Schützenplatzes ist für Reisebusse reserviert, auf der restlichen Fläche tobt zum Zeitpunkt das Oktoberfest.

Busse und Stadtbahnen sollen die Besucher zum Fest am Maschsee bringen. „Die Züge zwischen Hauptbahnhof und Stadionbrücke bestücken wir mit zusätzlichen Wagen“, kündigt Christa Ambrosius, Marketingleiterin der Üstra an. Der überwiegende Teil der Besucher werde ohnehin aus Hannover und dem Umland anreisen, meinen die Veranstalter.

Party, Prominenz und Politik

Es ist eine besondere Einheitsfeier, die das Land Niedersachsen und damit die Stadt Hannover ausrichtet. Vor 25 Jahren fiel die Berliner Mauer, zum Festakt im Hannover Congress Centrum hat das Land daher 100 Männer und Frauen eingeladen, die sich als Bürgerrechtler in der ehemaligen DDR engagiert haben. Dort wird auch Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Rede halten, Bundespräsident Joachim Gauck reiht sich in die Zuhörer ein. In der Marktkirche findet ein Gottesdienst statt, die Predigt hält Landesbischof Ralf Meister. Die meisten Besucher wird es zum Bürgerfest am 2. und 3. Oktober an den Maschsee ziehen. Dort spielen Musiker wie Laith Al-Deen und Jupiter Jones, am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer präsentieren sich die 16 Bundesländer.

Südstädter bekommen 
Passierscheine

In den kommenden Tagen erhalten die Südstädter Post von der Stadt. Darin mehrere Passierscheine, die sie vorzeigen müssen, wenn sie am 2. und 3. Oktober in ihr Quartier zwischen Friedrichswall und Altenbekener Damm, sowie zwischen Hildesheimer Straße und Rudolf-von-Bennigsen-Ufer fahren wollen. Alle Zufahrten ins Viertel überwachen private Sicherheitskräfte. Am 2. Oktober beginnt die Sperrzeit ab 11 Uhr, sodass die meisten Berufspendler an ihren Arbeitsplätzen sein dürften. Passierscheine werden zudem im Bürgerbüro des Rathauses vergeben, sowie in der Stadtbibliothek, Hildesheimer Straße 12, und bei Kühl Optik, Hildesheimer Straße 60-62. Fragen beantwortet die Stadt von Montag bis Freitag, 9 bis 12 Uhr, unter der Telefonnummer 12 04 760.

Großeinsatz für 
die Polizei

Die Polizei wirft ein wachsames Auge auf die beiden Festakte im Hannover Congress Centrum und in der Marktkirche mit ihren prominenten Gästen. Schon jetzt kündigt sie an, dass Bewohner des Zooviertels und der Altstadt am 3. Oktober „temporäre Einschränkungen“ hinnehmen müssen. Wie groß der Einsatz wird, wolle man aus Sicherheitsgründen nicht verraten. Auch mit einer Gegenveranstaltung muss sich die Polizei befassen. Für den 2. Oktober haben Aktivisten der linken Szene eine Kundgebung auf dem Opernplatz angemeldet. Man sei auf alles vorbereitet, heißt es vonseiten der Polizei. Schon bei früheren Einheitsfeiern versuchten sogenannte Autonome die Veranstaltungen zu stören. Farbbeutel flogen, es kam zu Rangeleien.

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