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Aus der Stadt Spezialfahrzeug für Polizei in Hannover vorgestellt
Hannover Aus der Stadt Spezialfahrzeug für Polizei in Hannover vorgestellt
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15:35 11.07.2011
Mit einem neuen Spezialfahrzeug kann die Polizei künftig Sprengkörper und Brandsätze entschärfen. Quelle: dpa
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Hannover

Innenminister Uwe Schünemann (CDU) stellte am Montag das 900.000 Euro teure Fahrzeug vor, das eigens nach den Anforderungen der sechs in Niedersachsen für Entschärfungen zuständigen Kriminalbeamten angefertigt wurde.

Wenn die Experten gerufen werden, sind Vorsicht und ein sicherer Abstand das oberste Gebot: Wichtigster Bestandteil der neuen Ausstattung ist daher ein 480.000 Euro teurer Roboter. Das mannshohe und mit einem Greifarm ausgestattete Gefährt kann ferngelenkt alle Entschärfungsmethoden ausführen. Dafür ist es mit diversen Werkzeugen wie Bohrmaschine und Winkelschleifer ausgestattet und verfügt über fünf Kameras und ein Hightech-Röntgengerät. Der Roboter schützt die Entschärfer vor einer persönlichen Gefährdung - statt persönlich Hand anzulegen, können die Experten das Gerät aus dem Spezialfahrzeug heraus aus sicherer Entfernung bedienen.

Im vergangenen Jahr mussten die Experten des Landeskriminalamtes (LKA) 205 Mal ausrücken. In 119 Fällen ging es dabei um Sprengvorrichtungen, die von Waffennarren, Kriminellen, politischen Aktivisten oder von vor Eifersucht getriebenen Tätern gebastelt wurden. In vier Fällen mussten selber konstruierte Brandvorrichtungen unschädlich gemacht werden. Andere Einsätze betrafen Hinweise auf gehortete Chemikalien oder Sprengstoffe. Auch Attrappen oder Fehlalarme hielten den Spezialtrupp auf Trab - etwa wenn wegen eines auf dem Bahnsteig vergessenen Gepäckstücks die Polizei gerufen wurde.

Das neue Fahrzeug ersetzt ein älteres aus dem Jahr 1997, außerdem verfügen die Entschärfer über einen zweiten mobilen Arbeitsplatz aus dem Baujahr 1999. Aufgabe der Polizei ist neben der Entschärfung auch die kriminaltechnische Untersuchung der Sprengkörper und Brandsätze, damit Beweise sichergestellt und Täter ermittelt werden können. „Wir sind schon auf selbstgebaute Rohrbomben und Munitionslager gestoßen“, sagte der Direktor des LKA Niedersachsen, Uwe Kolmey.

dpa

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