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Massenschlägerei an Würstchenbude hat Folgen

Spielabbruch in Empelde Massenschlägerei an Würstchenbude hat Folgen

Bei einem Testspiel zwischen dem SC Empelde und dem VfB Wülfel gehen 20 Spieler und Zuschauer aufeinander los. Nach der Massenprügelei an der Würstchenbude bricht der Schiedsrichter die Partie ab. Beide Vereine wollen den peinlichen Vorfall jetzt aufarbeiten.

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Nach einem doppelten Feldverweis kam es bei einem Kreisklasse-Testspiel zu einer Massenprügelei. Der Schiedsrichter brach das Spiel ab.

Quelle: Archiv (Symbolfoto)

Empelde. „So etwas habe ich noch nie erlebt.“ Peter Thomas Reintjes ist schon ein paar Jahre im Amateurfußball unterwegs, doch was sich am Sonnabendnachmittag auf dem Sportplatz des 
SC Empelde abspielte, schockierte selbst den Geschäftsführer des SC Empelde. Beim Testspiel zwischen dem Team aus der 2. Kreisklasse Hannover-Land und dem VfB Wülfel (2. Kreisklasse Hannover-Stadt) kam es zu einer Massenschlägerei an der Würstchenbude, bei der sich auch Spieler beider Mannschaften beteiligt haben. Der Schiedsrichter brach die Partie beim Stand von 4:3 für die Empelde ab.

Den Anfang nahm die Auseinandersetzung auf dem Platz. Gut eine Stunde war gespielt, als ein Wülfeler Spieler für ein Foul die Gelbe Karte sah. Nach Berichten von Augenzeugen sollen sich die beiden an dieser Szene beteiligten Spieler daraufhin beschimpft haben, weshalb der Schiedsrichter sowohl dem Wülfeler als auch dem gefoulten Empelder Spieler die Rote Karte zeigte. Auch auf dem Weg in die Kabine konnten die beiden Streithähne sich nicht beruhigen. Selbst die Abkühlung unter der Dusche half nichts, denn die beiden Spieler gerieten am Würstchenstand erneut aneinander. Die Situation eskalierte, es kam zu Handgreiflichkeiten.

Daraufhin liefen einige Empelder und Wülfeler Spieler vom Platz zur Würstchenbude – und schon war die Massenprügelei im vollen Gange. „Da wurde auch mit Fäusten geschlagen. Da sind alle Sicherungen durchgebrannt“, sagt ein Zuschauer, der die Zahl der Beteiligten auf 20 schätzt.

"Wir haben alles versucht, um die Situation zu beruhigen"

„Ich war mittendrin und habe versucht, die Leute wegzureißen und Frieden zu stiften. Aber es kochte immer wieder über“, berichtet Reintjes. „Was sollten wir machen? Wir haben alles versucht, um die Situation zu beruhigen“, sagt der 57-Jährige. Nach ein paar Minuten wurde nicht mehr geschlagen, es sei wie ein „heftiger Regenguss“ gewesen, der sehr intensiv, aber auch schnell vorbei ist, sagt Reintjes.

Wülfels Trainer Sascha Schneider bestätigt den Vorfall, will aber keine Details zu dem Vorfall nennen. Die ganze Sache sei außerordentlich peinlich. „Ich hoffe, dass beide Seiten lernen zu denken, bevor man die Hände benutzt.“

Zum Glück habe es keine schweren Verletzungen gegeben, weder ein Krankenwagen noch die Polizei mussten gerufen werden. Lediglich ein Beteiligter habe einen Zahnabdruck auf der Brust. „Da hat aber keiner den Suarez gespielt, das muss passiert sein, als zwei Streithähne zusammen zu Boden gegangen sind“, berichtet Reintjes, der in den nächsten Tagen den Ereignissen weiter auf den Grund gehen und für Klarheit sorgen will. „Es gibt viele unterschiedliche Aussagen. Wir müssen deshalb in Ruhe klären, was da genau los war. Eine Schuldzuweisung wäre zum jetzigen Zeitpunkt nicht fair. Klar ist aber auch, dass sich der SC Empelde von diesem Vorfall distanziert.“

Erste Konsequenzen gibt es jedoch bereits: Beim Gastgeber wurde der betroffene Spieler noch am Abend aus der Mannschaft verbannt. „Der wird bei uns keinen Fußball mehr spielen“, sagt Reintjes. „Mit solchen Leuten werden wir uns nicht abgeben.“     

Von Christian Purbs und Robin Jantos

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