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Aus der Stadt Sportfreunde Stiller treten in Hannover auf
Hannover Aus der Stadt Sportfreunde Stiller treten in Hannover auf
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00:15 25.03.2017
Von Uwe Janssen
Peter Brugger von den Sportfreunden Stiller. Quelle: Franson
Hannover

Am liebsten schreibt Peter Brugger mit der Hand. „Ich habe einen anderen emotionalen Bezug zu einem Blatt Papier oder einem Notizbuch als zu einem Computer – obwohl das bestimmt praktischer wäre“, sagt der Sänger und Gitarrist der Sportfreunde Stiller, „aber ich muss in meinem Büchlein rumkritzeln, jedenfalls anfangs.“ Gerade ist Cebit, die Band ist für einen Tag zu Gast, bevor es dann am 23. Mai zum Konzert ins Capitol geht. „Sturm und Stille“ heißt das aktuelle Album, auch dessen Texte sind irgendwann mal mit Stift auf Papier festgehalten worden.

Mit dem Festhalten ist das allerdings so eine Sache. Ideen für Melodien singt Brugger ins Smart­phone, „wenn sie bemerkenswert und aufbewahrungswert sind“. Dabei vertraut der 44-Jährige manchmal auch vergeblich auf die Haltbarkeit einer gerade erdachten Weise. Denn nicht jede Melodie sei nur dann gut, wenn man sich am nächsten Morgen noch an sie erinnert. „Da waren auch schon gute dabei, die dann am nächsten Morgen einfach weg waren.“ Andererseits sind für das neue Album doch wieder genug hängen geblieben, kaum eine Kapelle kennt sich mit hymnenhaften Refrains so gut aus wie das Trio aus München.

„Wir haben auch einfach viel Krach gemacht damals“

Zwei Jahrzehnte sind sie nun schon unterwegs – und haben vom Béi Chéz Heinz übers Capitol bis hin zum Open-Air nahe des Expo-Geländes Publikum jeder Größenordnung zum Singen und Hüpfen gebracht. An die Anfangszeiten kann Brugger sich gut erinnern: „Wir standen echt unter Feuer. Wir wollten einfach auf die Bühne, egal, warum.“ Und nach einer kurzen Pause und einem Schluck Cappuccino fügt er hinzu: „Ich glaube, wir haben auch einfach viel Krach gemacht damals.“ Pause. „Das würde ich den Leuten heute nicht mehr antun wollen.“ Pause. „Das war einfach nicht schön manchmal.“ Pause. „Anstrengend auch.“ Pause. „Aber lustig.“

Heute als etablierte Band müssen sich die drei Musiker anderen Herausforderungen stellen. Wie zum Beispiel, „schöne, ausgefeilte musikalische Momente zu schaffen“. Trotzdem freut sich Brugger immer noch über Augenblicke, in denen diese ungestüme „Energie des Anfangs“ durchbreche.

Mittlerweile geht es um andere Themen. Wie Diskussionen, was aus den sieben Alben mit ins Konzert genommen wird. Gar nicht so einfach, wenn wie bei den Sportfreunden Stiller demokratisch entschieden wird. Immer ein Kompromiss zwischen neuen Songs, die man vorstellen will, und alten Hits wie „Ein Kompliment“, „Applaus, Applaus“ oder „New York, Rio, Rosenheim“.

Wenn es dann wieder auf Tournee geht, braucht es auch ein paar Gigs, bis die Maschine wieder wie geölt läuft. Das sei, sagt Brugger, wie beim Fußball, wo eine Mannschaft auch ein paar Spiele brauche, um im Rhythmus zu sein.
Fußball, immer ein Thema bei den Sportfreunden. Hannover 96 gehört für Brugger in die Bundesliga, ihn wundert allerdings nicht, dass die Mannschaft abgestiegen ist, „irgendwie kam es mir vor, als habe vorher schon was gefehlt“. Er erinnere sich aber noch gut an die Euphorie der Europapokalzeit, „da waren echt schöne Spiele dabei“.

Vorverkauf: Die Sportfreunde Stiller spielen am 23. Mai im Capitol. Karten an allen HAZ-Ticketshops und unter tickets.haz.de.     

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