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Aus der Stadt Sprengel-Anbau in Hannover könnte teurer werden
Hannover Aus der Stadt Sprengel-Anbau in Hannover könnte teurer werden
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08:58 30.06.2011
Von Andreas Schinkel
Die Erweiterung des Sprengel Museums in Hannover droht teurer zu werden. Quelle: Michael Thomas
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Hannover

Dem geplanten Erweiterungsbau für das Sprengel Museum droht ein Kostenanstieg um rund drei Millionen Euro. Das erfuhr diese Zeitung aus zwei unterschiedlichen Quellen. Jetzt brütet die Stadt über den Bauplänen und überlegt, wie die festgelegte Grenze von 25 Millionen Euro doch noch eingehalten werden kann. „Unserer Planungen zielen darauf ab, den Kostenrahmen nicht zu überschreiten“, teilt Stadtsprecherin Anja Menge mit.

Hauptgrund für den Anstieg der Bausumme ist eine Vorsichtsmaßnahme. Das Gebäudemanagement der Stadt dringt darauf, eine Steigerung der Baukosten um zehn Prozent, also 2,5 Millionen Euro einzukalkulieren. Aufgrund der guten Konjunktur sei damit zu rechnen, dass die Preise für Baumaterial und Personal in den kommenden Jahren anzögen. Tatsächlich wird der Anbau erst 2014 fertig gestellt, die Reserve von 2,5 Millionen Euro soll Stadt und Land, beide Financiers des Anbaus, vor Überraschungen bewahren. Hinzu kommt, dass der vom Rat geforderte Passivhausstandard für die Erweiterung mit mehreren Hunderttausend Euro zu Buche schlägt. Jetzt überlegt man in der Bauverwaltung, auf die Passivhausqualitäten zu verzichten.

Das jedoch missfällt den Grünen im Rat der Stadt. „Ein effektives Dämm- und Lüftungssystem spart doch Energie“, sagt Grünen-Fraktionschef Lothar Schlieckau. Insofern werde hier an der falschen Stelle gekürzt. Dennoch, so meint Schlieckau, müsse über das Budget für die Museumserweiterung noch einmal neu nachgedacht werden. „Stadt und Land sollten an einem Strang ziehen und überlegen, wie sie mit der drohenden Kostensteigerung umgehen“, sagt Schlieckau. Dabei dürfe auch eine höhere Beteiligung von Stadt und Land an der Finanzierung nicht völlig ausgeschlossen werden. Bisher wollen Hannover und Niedersachsen jeweils fünf Millionen Euro zahlen, zehn Millionen Euro stammen aus EU-Geld, fünf Millionen Euro sollen von privaten Spendern aufgebracht werden. Schlieckau warnt vor allzu radikalen Änderungen im ursprünglichen Architektenentwurf. Wenn der Anbau reizlos gerate, verschrecke man die privaten Spender.

Dem Vernehmen nach denken die städtischen Bauexperten darüber nach, an mehreren Stellschrauben zu drehen. Im Gespräch ist, auf die verspiegelte Glasfassade zu verzichten – eigentlich das auffälligste Detail im Entwurf der Schweizer Architekten Meili + Peter. Zur Debatte steht auch, die großzügigen Oberlichter zu reduzieren und bei der Innenraumgestaltung zu sparen.

Der Entwurf der Architekten sieht bisher ein großzügiges Treppenhaus vor, das Alt- und Neubau des Museums sowie die verschiedenen Ausstellungsebenen miteinander verbindet. Die Fassade Richtung Maschsee soll aus verspiegelten, halb durchlässigen Glaselementen bestehen.

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