Zu drei zentralen Aspekten soll Meili in den nächsten Wochen Auskunft geben. Der wichtigste: Er muss die Kostenobergrenze von 25 Millionen Euro nicht nur pauschal wie bisher, sondern detailliert bis zum einzelnen Gewerk nachweisen. Je fünf Millionen Euro kommen von Stadt und Land, zehn Millionen Euro von der EU, die restlichen fünf Millionen Euro müssen noch bei Sponsoren eingeworben werden. „Das Sprengel Museum ist gut in der Stadtgesellschaft verankert“, sagte Drevermann: „Wir haben positive Signale, dass das Geld zusammenkommt.“ Konkrete Zusagen könne man aber erst erbitten, wenn der Rat im Herbst den Grundsatzbeschluss für den Neubau gefällt hat. Einen Baustart auf Risiko werde es nicht geben, versprach Drevermann: „Bis zum endgültigen Baubeschluss wird der komplette Betrag nachgewiesen.“
Der zweite Aspekt der Studie wird die Barrierefreiheit des Zugangs. Offenbar ist es möglich, die Rampen am Haupteingang so zu verlängern, dass Rollstuhlfahrer ohne Hilfe passieren können. Dritter Bereich ist die Fassadengestaltung.Für sein verspiegeltes Modell soll Meili Details zu Material und Ausgestaltung nachweisen. Möglicherweise werde auch eine Fassadenprobe angefertigt, deutete Drevermann an.
Derweil haben Stadt und Land gemeinsam mit dem Museum den von 1974 stammenden zentralen Finanzvertrag überarbeitet. Der Rechnungshof hatte schon vor Jahren verschiedene Formulierungen moniert. Offenbar war auch intensiv über eine andere Trägerschaft, etwa als Stiftung, debattiert worden, berichteten Drevermann und Krempel. Am Ende habe sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Trägerschaft der Stadt die beste für das Museum sei.
Das Land bleibt mit zunächst 2,426 Millionen Euro jährlich größter Förderer. Nach der Erweiterung wird die Summe wohl steigen – das Museum prüft, wie viel zusätzliches Personal oder Heizkosten nötig werden. Neu im Vertrag sind zahlreiche Detailregelungen, die offenbar schon lange praktiziert werden, nun aber festgeschrieben sind. Krempel sagt, die eindeutigen Formulierungen machten das Arbeiten künftig einfacher. Auf das Museum kommen zudem neue Anforderungen zu. Es soll vermehrt „eigenwirtschaftlich“ Geld erarbeiten, etwa durch Merchandising oder Vermarktung von Veranstaltungen zu Ausstellungen.
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