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Sprengel Museum fehlen Parkplätze

Erweiterungsbau Sprengel Museum fehlen Parkplätze

Mit dem geplanten Erweiterungsbau soll das Sprengel Museum endgültig in die internationale Liga der Kunsttempel aufsteigen, doch wo die vielen erwarteten Besucher künftig ihr Auto abstellen können, bleibt vage. 70 Parkplätze für Autos und zwei für Busse entfallen, wenn im kommenden Jahr der 25 Millionen Euro teure Anbau auf dem derzeitigen Parkplatz des Museums beginnt.

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Der Schweizer Architekt Marcel Meili gewann mit seinem Entwurf den Wettbewerb. Auf dem bisherigen Parkplatz (rechts) setzt sich das Museum fort.

Quelle: Frank Wilde (Archiv)

Dem Kulturausschuss hat die Stadt kürzlich mitgeteilt, wohin die Besucher dann ausweichen sollen: etwa auf den Schützenplatz, den NDR-Parkplatz oder auf die Flächen entlang des Rudolf-von-Bennigsen-Ufers. Das sei kein tragfähiges Konzept, kritisieren Ratspolitiker von CDU und FDP einmütig.

Die Stadt hatte anfangs erwogen, eine Tiefgarage unter dem Museum zu bauen, schreckte aber vor den Kosten zurück. „Zudem ist der Baugrund nicht sicher genug“, sagte Kulturdezernentin Marlis Drevermann in der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses. Auch befürchte sie, dass ein Brand in der Garage verheerende Folgen für die Kunstschätze im Museum haben könnte.

Widersprüchlich sei es, meint der FDP-Fraktionsvorsitzende Wilfried Engelke, wenn die Stadt mit dem Anbau das Einzugsgebiet des Museums erweitern wolle, aber keine Stellflächen für die anreisenden Besucher anbieten könne. „Da muss man eine Lösung finden, bevor der Bau beginnt“, fordert Engelke. Er könne sich vorstellen, am südlichen Zipfel des Maschparks an der Einmündung zur Willy-Brandt-Allee Parkraum zu schaffen. Auch beim CDU-Bauexperten Dieter Küßner verursacht die Parkplatzsituation Kopfschütteln. „Die Stadt nimmt einfach an, dass sich das Problem schon irgendwie löst“, kritisiert Küßner. Der Schützenplatz als Alternative sei viel zu weit entfernt und die Parkflächen am Maschsee seien insbesondere an Wochenenden komplett belegt.

Die SPD gibt sich indes gelassen. „Die Autos werden sich schon auf die umliegenden Straßen verteilen“, meint Bauexperte Thomas Hermann. Die vielen Besucher der Ausstellung „Marc, Macke Delaunay“ im vergangenen Jahr hätten ja auch ihre Stellplätze gefunden. Jedoch plädiert er dafür, Behindertenparkplätze vor dem Haupteingang einzurichten. Denn nach den neuesten Plänen soll vom Straßenniveau bis zum Eingang eine Rampe gebaut werden, die Behinderten, älteren Menschen oder Eltern mit Kinderwagen den Zutritt erleichtert. Nötig wird dies, weil der Fahrstuhl an der Außenfassade des Museums durch den Anbau entfällt.

Noch keine konkreten Pläne für Außenfassade

Wie die Fassade des Anbaus genau aussehen soll, bleibt bisher unklar. „Es liegen nur vage Absichtserklärungen zur Gestaltung vor“, kritisiert CDU-Ratsherr Küßner. Er vermutet, dass die anvisierte Glasfassade der Schweizer Architekten die Baukosten von 25 Millionen Euro sprengen könnte. Baudezernent Uwe Bodemann winkt ab: „Ich gehe davon aus, dass die Architekten derzeit an konkreten Plänen für die Außenfassade arbeiten“, sagt er.

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