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Staatsanwaltschaft Hannover erhebt Anklage nach Bluttat an eigenem Vater

24-Jähriger beschuldigt Staatsanwaltschaft Hannover erhebt Anklage nach Bluttat an eigenem Vater

Er soll seinen behinderten Vater mit zahlreichen Messerstichen getötet haben: Gut ein halbes Jahr nach der Bluttat in Seelze hat die Staatsanwaltschaft Hannover jetzt Anklage gegen den 24-jährigen Manuel R. wegen Totschlags erhoben.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. Der 53 Jahre alte Vater arbeitete als Monteur in einer Behindertenwerkstatt in Seelze. Er hatte bei einem Unfall selbst leichte geistige Behinderungen davongetragen. Seitdem wurde er in seiner Wohnung in Seelze von einem mobilen Dienst betreut. Am Morgen des 31. Januar fand ihn eine Pflegekraft dort tot auf. Sein Körper wies 30 Stichwunden auf, wie eine Gerichtsmediziner später feststellte.

Die Anklagebehörde glaubt, dass der Sohn für die Tat verantwortlich ist; er sitzt seit April in Untersuchungshaft. Nach Angaben von Oberstaatsanwältin Irene Silinger wurden mehrere Spuren von ihm am Tatort gefunden, die auf das Verbrechen zurückzuführen seien. Außerdem soll er sich an den Osterfeiertagen seinen Familienangehörigen offenbart haben. Nachdem diese die Polizei informierten, flüchtete der 24-Jährige. Die Polizei konnte ihn schließlich in Detmold (Nordrhein-Westfalen) festnehmen. „Das Motiv ist für uns noch unklar“, sagte Silinger. Möglicherweise haben Drogen eine Rolle gespielt. Manuel R. hat die Tat gegenüber der Polizei bestritten. Ein Prozesstermin steht noch nicht fest.

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Schuldunfähig
Foto: Manuel R. litt unter Verfolgungswahn. Er  sei eine Gefahr für die Menschen in seinem Umkreis, befand das Gericht.

Nach dem Urteilsspruch streckt Manuel R. beide Arme aus und formt mit den Fingern ein Victory-Zeichen: „Freispruch!“, ruft er dem Publikum zu und grinst. Es ist der hilflose Versuch eines jungen Mannes, lässig zu wirken, nachdem er erfahren hat, dass er sein Leben womöglich für immer in der Psychiatrie verbringen muss.

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