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Staatsanwaltschaft ermittelt gegen JVA-Sozialarbeiterin

Verdacht auf sexuellen Missbrauch Staatsanwaltschaft ermittelt gegen JVA-Sozialarbeiterin

Eine 25-jährige Sozialarbeiterin der Justizvollzugsanstalt soll einen Gefangenen zu sexuellen Handlungen gezwungen haben. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft. Die Leitung der JVA hatte gegen die Sozialarbeiterin Anzeige erstattet, nachdem der Fall im Gefängnis bekannt geworden war. 

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Die Justizvollzugsanstalt in Hannover-Hainholz.

Quelle: dpa

Hannover. Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen eine Sozialarbeiterin der Justizvollzugsanstalt in Hainholz. Sie steht im Verdacht, einen Gefangenen sexuell missbraucht zu haben. „Wir haben einen Anfangsverdacht, dass hier ein Verstoß gegen den Paragrafen 174 a des Strafgesetzbuches vorliegen könnte“, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Noch stehen die Ermittlungen gegen die 25-Jährige ganz am Anfang. Nach Angaben der Strafverfolger ist aber bereits jetzt auszuschließen, dass die Vorwürfe frei erfunden sind. „Die Geschichte scheint nicht ausgedacht zu sein“, sagte Klinge.

Die Ermittlungen gegen die Sozialarbeiterin waren nach einer Anzeige der Leitung der JVA ins Rollen gekommen. „Wir haben einen Gegenstand sichergestellt, der Rückschlüsse zulässt auf eine Beziehung zwischen den beiden außerhalb des dienstlich begründeten Arbeitsverhältnisses“, sagte JVA-Leiter Matthias Bormann. Die 25-Jährige sei nicht mehr in der JVA tätig. „Wir haben ihr eine sogenannte Verdachtskündigung ausgesprochen“, sagte Bormann. Die 25-Jährige hatte zunächst die Vorwürfe bestritten, schweigt jetzt aber zu den ihr vorgehaltenen Taten. Das mutmaßliche Opfer, ein 26-Jähriger Inhaftierter, ist noch nicht zu den Vorkommnissen gehört worden. Aus diesem Grund steht das Ausmaß des sexuellen Missbrauchs noch nicht fest.

Der neue Skandal sorgt dafür, dass in der Justizvollzugsanstalt Hannover auch weiterhin keine Ruhe einkehren wird. Vor Kurzem hatte sich ein Vollzugsbeamter vor dem Amtsgericht verantworten müssen, weil er im Internet Handschellen verkauft hatte. Im Verlauf des Verfahrens hatte der 44-Jährige immer wieder die Sprache auf weitere kriminelle Machenschaften anderer Vollzugsbeamter gebracht, die von der Anstaltsleitung angeblich unter den Teppich gekehrt worden seien. Dann tauchte ein anonymer Brief auf. Darin war unter anderem die Rede von einem Vollzugsbeamten, der aus seiner rechtsradikalen Gesinnung auch in der JVA keinen Hehl machen würde und sich von Gefangenen stets mit „Hallo Führer“, anreden lasse. Das Justizministerium prüft die Vorwürfe gerade. Ein Ergebnis liegt noch nicht vor.

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