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Ermittlungen gegen Bundespolizisten ausgeweitet

Staatsanwaltschaft Hannover Ermittlungen gegen Bundespolizisten ausgeweitet

Die Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen rund um zwei mutmaßliche Übergriffe in der Bundespolizeiwache am Hauptbahnhof Hannover ausgeweitet. Neben dem zunächst allein beschuldigten Torsten S. werde derzeit überprüft, ob noch vier weitere Beamte auch an den Taten beteiligt waren.

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Bundespolizei am Hauptbahnhof in Hannover

Hannover. "Es geht in allen Fällen um den Vorwurf der Körperverletzung im Amt", sagt Staatsanwältin Anna Tafelski. Am 15. Mai hatte die Polizei die Wohnung von S. durchsuchen lassen, nachdem Kollegen des 39-Jährigen ihn bei der Polizei wegen Körperverletzung im Amt und des Verstoßes gegen das Waffengesetz angezeigt hatten. S. soll in mindestens zwei Fällen Flüchtlinge in der Gewahrsamszelle der  Bundespolizeidienststelle am Hauptbahnhof misshandelt haben. Offenbar hat sich nun noch ein drittes Opfer bei der Staatsanwaltschaft gemeldet.

"Neben den Vorfällen, bei denen ein Marrokaner und ein Afghane misshandelt worden sein sollen, überprüfen wir einen weiteren Fall, bei dem es sich bei dem mutmaßlichen Opfer um einen Deutschen handelt", sagt Tafelski. Im Zuge dieser Ermittlungen werde überprüft, ob der Mann bei einem Vorfall in einem Bus der Polizei im Frühjahr dieses Jahres von den Polizisten verletzt wurde.

Der Verdacht, dass Kollegen von Torsten S. von den Übergriffen ihres Kollegen auf Festgenommene wussten, war aufgekommen, nachdem SMS auftauchten, in denen sich der Polizist mit seinen Gewalttaten brüstete. Unter anderem soll  er ein Foto verschickt haben, dass eines seiner beiden 19-Jährigen Opfer zeigt, wie es gefesselt auf dem Boden der Gewahrsamszelle liegt.

Auch im sozialen Netzwerk Facebook finden sich unter anderem verherrlichende und fremdenfeindliche Kommentare von S. und mehreren seiner Kollegen. "Wir überprüfen derzeit auch, inwieweit diese Einträge strafrechtlich relevant sind", sagt Tafelski.

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