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Aus der Stadt Ermittlungen gegen militante Tierschützer nach Morddrohung
Hannover Aus der Stadt Ermittlungen gegen militante Tierschützer nach Morddrohung
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00:48 21.04.2018
Militante Tierschützer fordern im Internet die Todesstrafe für alle Offiziellen, die am Fall Chico beteiligt waren. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen. Quelle: Rainer Dröse
Hannover.

Militante Tierschützer halten auch nach der Einschläferung des Staffordshire-Terriers Chico, der in Groß-Buchholz zwei Menschen totgebissen hatte, die Ermittlungsbehörden auf Trab. Im Internet war, nach Angaben der Polizei, am Mittwoch das Foto und die dienstliche Telefonnummer der Leiterin des Veterinäramts der Stadt aufgetaucht. „Das ist die Mörderin von Chico“ lautete die Zeile unter dem Bild. Die Behörde sah sich deshalb dazu veranlasst, über die sozialen Medien einen Hinweis zu verbreiten: „Aus gegebenem Anlass weisen wir darauf hin, dass das Posten von Bildern (insbesondere Portraits), Adressen, Erreichbarkeiten o. ä. von vermeintlich in diesem Zusammenhang verantwortlichen Personen (und auch im Allgemeinen) einen Verstoß gegen Persönlichkeitsrechte sowie Strafgesetze darstellen kann und bitten daher, solche Handlungen zu unterlassen“, heißt es in der Stellungnahme. Sollten die Ermittler derartige Verstöße feststellen, müssten die Verantwortlichen mit Ermittlungen rechnen.

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat unterdessen Ermittlungen gegen militante Tierschützer der Gruppe „Animal Peace“ eingeleitet. Sie hatten auf ihrer Facebook-Seite unter dem Motto: „Gleiches Recht für alle“ die Todesstrafe für alle Verantwortlichen im Fall Chico gefordert. „Wir ermitteln wegen des Verdachts des Aufrufs zu einer Straftat und prüfen, ob der Aufruf unter den Schutz der freien Meinungsäußerung fällt“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge.

Ius respicit aequitatem - gleiches Recht für alle An alle paranoiden und gesetzestreuen Blockwarts und Konsorten, die...

Gepostet von Animal-Peace am Dienstag, 17. April 2018

Chico hatte vor gut zwei Wochen seinen Besitzer und dessen Mutter in der gemeinsamen Wohnung im Roderbruch durch Bisse getötet. Am Montag war der Hund in der Tierärztlichen Hochschule untersucht worden. Dabei wurden massive Verletzungen festgestellt, so dass dann noch in der TiHo die Entscheidung gefällt wurde, das Tier einzuschläfern. Am Sonntag wollen Tierschützer vor dem Veterinäramt in der Leinstraße eine Mahnwache für den Hund abhalten.

Von tm

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