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Aus der Stadt Staatstheater zeigt seine Werkstätten
Hannover Aus der Stadt Staatstheater zeigt seine Werkstätten
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00:15 09.05.2017
Von Andreas Schinkel
Quelle: Kutter
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Hannover

"Mit einem solchen Ansturm haben wir nicht gerechnet", sagt Raumausstatter Mirko Zietz, der Besuchergruppen durch die Hallen führt. In den kommenden Jahren soll das Proben- und Logistikzentrum mit Millionenaufwand erweitert und modernisiert werden.

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Zum ersten Mal hat das Staatstheater seine Türen zu Werkstätten und Proberäumen in der Bornumer Straße geöffnet - und etliche Besucher lassen sich den Blick hinter die Kulissen nicht entgehen. 

Für Bühnenbilder mit Kantenlängen von bis zu zehn Metern brauchen Maler große Ateliers. Die Werkstatt von Bühnenmalerin Bettina Althaber hat das Format einer Fabrikhalle. Ihre Motive passen auf keine Staffelei, sie breitet die Stoffbahnen auf dem Boden aus und spaziert mit einem "Landschafter", einem Pinsel mit verlängertem Stiel, auf dem Bild herum. "Wir malen so, dass wir möglichst nicht auf farbige Flächen treten müssen", erzählt Althaber der Besuchergruppe. Ein Motiv aus "Alice im Wunderland" bedeckt einen Teil des Hallenbodens, und die kleine Alice wirkt darauf so gigantisch, als hätte sie bereits von den magischen Wachstums-Pilzen gekostet.

Aber nicht nur gepinselt wird in den Theaterwerkstätten an der Bornumer Straße. In anderen Räumen stehen lange Tapeziertische, etliche Nähmaschinen, aufgereihte Bügeleisen. Tamara Bustos Duron lässt ihre Nähmaschine über roten Samt rattern. "Das wird der Vorhang für die Oper 'Liebestrank'", sagt sie. Mehrere Tage wird sie an dem Stoff nähen. Deutlich schneller, aber nicht weniger sorgfältig geht es in der Abteilung "visuelles Marketing" zu. Hier werden die Werbeplakate für neue Aufführungen des Staatstheaters hergestellt, auch das 4,50 Meter lange Banner, das weithin sichtbar am Opernbalkon hängt und das Stück des Abends ankündigt. "Das schneiden wir alles noch per Hand aus", sagt die angehende Drucktechnikerin Lea Hübel.

Für Aaron Bredemeier und seine Freundin Franziska Beermann hat der Blick hinter die Kulissen auch einen pädagogischen Nutzen. Beide sind Musiklehrer und Opernfans. "Wir bekommen hier Anregungen, wie wir Schülern eine Opernaufführung besser vermitteln können", sagt Bredemeier. Einige seiner Schüler habe er unter den Besuchern bereits gesichtet. "Manche Kinder bekommen vielleicht einen Zugang zur Oper über die handwerklichen Arbeiten an den Kulissen", sagt Beermann.

Wer sich Originalrequisiten ins Haus holen will, kann sie  auf einem Flohmarkt im Produktionshaus ersteigern. Der Erlös kommt dem Zahnmobil zugute, das sich um Obdachlose kümmert.

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