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Stadion-Deal mit Swiss Life geplatzt

Sponsor gesucht Stadion-Deal mit Swiss Life geplatzt

Hannovers Fußballstadion braucht einen neuen Sponsor. Die Verhandlungen zwischen der deutschen Tochter des Schweizer Versicherungskonzerns Swiss Life (vormals AWD) und 96-Klubchef Martin Kind über eine Verlängerung des Vertrages sind gescheitert. Der HDI; Continental und Trikotsponsor TUI werden als denkbare Nachfolger gehandelt.

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Wie wird es heißen: Das frühere Niedersachsen-Stadion, das heute AWD-Arena heißt, braucht demnächst einen neuen Namen – und Hannover 96 einen neuen Namenssponsor.

Quelle: Petrow

Hannover. Swiss Life werde den zur Jahresmitte 2013 endenden Vertrag über die Namensrechte am Stadion nicht verlängern, hieß es am Dienstag aus dem Unternehmen. Die Entscheidung, die am Montagabend getroffen wurde, sei endgültig - und soll am Mittwoch offiziell verkündet werden. Kind bestätigte am Abend auf Nachfrage das Ende des Engagements nach elf Jahren. „Wir wollten die Entscheidung erst im März treffen, aber Swiss Life forderte das Primat der Entscheidung über den Zeitpunkt. Das ist zu respektieren. Swiss Life hat unsere völlige Solidarität“, sagte Kind.

Das Aus der Verhandlungen kommt überraschend. Ende vergangenen Jahres hatte AWD-Chef Manfred Behrens, heute Vorstandsvorsitzender von Swiss Life in Deutschland, noch den Eindruck erweckt, dass eine Verlängerung des Vertrages so gut wie sicher sei. Er fand damals, die Gespräche seien auf einem guten Weg. „Ich bin zuversichtlich, dass der Vertrag noch vor Weihnachten unter Dach und Fach kommt“, hatte Behrens erklärt. Auch der künftige Name des Stadions schien schon festzustehen: Aus der AWD-Arena sollte die Swiss-Life-Arena werden - wogegen sich in Fankreisen lebhafter Widerstand regte. Besonders die Romantiker im 96-Anhang fordern traditionell die Rückkehr zum alten Namen Niedersachsen-Stadion - und den Verzicht auf das Geld eines Sponsors.

So sah das Niedersachsenstadion in Hannover bis zu seinem Umbau in den Jahren 2003/2004 aus.

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Aus dem Versicherungskonzern war zu hören, dass die Verhandlungen an den finanziellen Konditionen gescheitert seien. So habe Kind statt der zuletzt jährlich fälligen knapp 1,5 Millionen Euro rund 2,5 Millionen Euro gefordert. Schließlich hat sich das Team seit dem letzten Vertragsabschluss vor drei Jahren vom Abstiegskandidaten zum Überraschungsteam in der Europa League entwickelt. Dies hat den Schweizer Versicherungskonzern offenbar bewogen, nun aus dem Vertrag auszusteigen. Seine Enttäuschung darüber verbirgt Kind nicht: „Man könnte so argumentieren, dass wir inzwischen mehr wert sind als 1,5 Millionen Euro. Aber wir hatten auch andere Vorschläge. Für 96 hatte auch die Laufzeit des Vertrages hohe Priorität. Mit mehr Zeit hätten wir sicher eine Lösung gefunden“, betonte Kind.

An möglichen Nachfolgekandidaten, die an die Stelle von Swiss Life treten wollen, scheint es nicht zu mangeln - weshalb Kind es wagt, hoch zu pokern. „Wir sind von anderen Unternehmen angesprochen worden. Das Grundinteresse ist da. Aber wir haben bislang mit keinem anderen Kandidaten Gespräche geführt.“

Weil die Marke AWD verschwindet, benötigt die AWD-Arena in Hannover einen neuen Namen.

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Als ein möglicher AWD-Nachfolger als Stadionsponsor gilt der HDI. Er gehört zum ebenfalls in Hannover beheimateten drittgrößten deutschen Versicherungskonzern Talanx. Im Gespräch ist auch der Autozulieferer Continental, ebenfalls 96-Werbepartner. Und Kind wollte auch Spekulationen über ein ausgeweitetes Engagement des bisherigen Trikotsponsors TUI nicht dementieren. Auf jeden Fall sucht Kind einen Namensgeber für die Arena, der „etwas regionale Wärme“ mitbringt.

Swiss Life will sich offenbar künftig stärker im Breitensport engagieren. Unberührt vom 96-Vertrag bleibt das Namenssponsoring der AWD-Hall, Spielstätte der Bundesliga-Handballer aus Burgdorf. Sie könnte bald Swiss-Life-Hall heißen. Eine weitere angestrebte Umbenennung betrifft das Firmendomizil von AWD beziehungsweise Swiss Life Select. Der AWD-Platz soll künftig nach dem Wunsch der Schweizer Swiss-Life-Platz heißen. Darüber hat der dafür zuständige Stadtbezirksrat Bothfeld-Vahrenheide aber noch nicht entschieden.

von Albrecht Scheuermann und Volker Wiedersheim

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