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Stadt bessert Kopfsteinpflasterstraßen aus

Sanierung Stadt bessert Kopfsteinpflasterstraßen aus

Etliche Kopfsteinpflasterstraßen in Hannover sind für Radfahrer kaum zu befahren. Die Stadt Hannover hat jetzt mehr als 200 Buckelpisten unter die Lupe genommen, 31 von ihnen müssen repariert werden. Das teilte die Stadt kürzlich im Bauausschuss des Rates mit.

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31 Straßen mit Kopfsteinpflaster will die Stadt ausbessern – damit Radfahrer nicht auf der Buckelpiste leiden müssen.

Quelle: dpa/Symbolbild

Hannover. Noch in diesem Jahr stehen sechs Kopfsteinpflasterstraßen auf der Sanierungsliste der Stadt: Brahmstraße, Schubertstraße, Querstraße, Kortumstraße, Yorckstraße und Elbestraße.

Ob das Steinpflaster ausgetauscht oder durch andere Beläge ersetzt wird, soll im Einzelfall entschieden werden. Grundsätzlich präferiert die Stadt glatte Asphaltflächen, sie sind kostengünstig und für alle Verkehrsteilnehmer leicht befahrbar. Doch in manchen Straßen mit historischen Häuserzeilen will das Tiefbauamt einen Kopfsteinpflasterbereich an den Rändern belassen und in der Straßenmitte einen zwei bis drei Meter breiten Asphaltstreifen einfügen, etwa in der Südstädter Kortumstraße. Der Mittelstreifen ist dann für Radfahrer reserviert. Diese Lösung taugt nicht für alle historischen Straßen. Manche Kopfsteinpflasterstraße steht unter Denkmalschutz, etwa die Yorckstraße in der Oststadt. „Dort müssen wir auf der kompletten Straße wieder Natursteinpflaster verlegen“, sagt Kaminski.

Auf der Schubertstraße nahe der Lister Meile hat die Stadt mehrere Monate verschiedene Beläge getestet und etliche Radfahrer nach ihren Erfahrungen befragt. Auf dem ersten Abschnitt der Straße fuhren Radler über klassisches Kopfsteinpflaster, das die Stadt zuvor mit einem Fugenguss behandelt hatte. Ergebnis: Die Fugen bröckeln, der Fahrkomfort lässt nach kurzer Zeit zu wünschen übrig. „Das ist keine dauerhafte Lösung“, sagt Kai Kaminski vom Tiefbauamt.

Der zweite Abschnitt der Schuberstraße bestand aus geschnittenen Granitsteinen. Sie ähneln dem klassischen Kopfsteinpflaster, haben aber eine glattere Oberfläche. Auf der einen Hälfte der Strecke waren die Fugen zwischen den Granitsteinen zugegossen, auf der anderen blieben sie offen. Ergebnis: Auch hier weisen die gegossenen Fugen Risse auf, haltbarer ist die Granitstein-Strecke mit offenen Fugen. „Diese Variante muss man aber regelmäßig pflegen“, sagt Kaminski. Testsieger auf der Schubertstraße ist nach Ansicht der Stadt der Asphalt. Leicht rollen Radler über den glatten Belag, zudem ist Asphalt beständiger und weniger pflegeintensiv als die unverfugte Natursteinpflastervariante.

„Straßen gehören asphaltiert, alles andere ist Pfusch“, sagt der Piraten-Vertreter und passionierte Radfahrer Dirk Hillbrecht. Holprig und bei Nässe rutschig sei das Kopfsteinpflaster, daher sei die Devise: Austausch. „Viele Anwohner mögen Kopfsteinpflaster und wollen den alten Charakter beibehalten“, wendet FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke ein. Letztlich sei ein asphaltierter Mittelstreifen auf manchen Fahrbahnen ein guter Kompromiss, meint Grünen-Baupolitiker Michael Dette.

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