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Aus der Stadt Stadt lässt Reste des Sudanesencamps einlagern
Hannover Aus der Stadt Stadt lässt Reste des Sudanesencamps einlagern
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00:17 01.05.2016
Die Stadt lässt die Reste des Sudanesencamps vom Weißekreuzplatz einlagern. Quelle: Archiv
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Hannover

„Üblicherweise werden die Sachen zwei bis drei Monate eingelagert“, sagt Stadtsprecher Udo Möller. „Wir bieten den Demonstranten an, sich die Sachen bei Aha an der Karl-Wiechert-Allee abzuholen“, so Möller.

Bereits kurz nach der Beendigung der Versammlung durch die Polizei in der Nacht zu Mittwoch sperrten die Beamten den Weißekreuzplatz ab, um das Eigentum der Sudanesen zu sichern. Am darauffolgenden Tag konnten die Flüchtlinge dann ihre persönlichen Gegenstände auf dem Platz abholen - von dieser Möglichkeit machte allerdings kaum einer der Besetzer Gebrauch. Bei allem, was bis zum Ende der Frist noch auf dem Platz war, setzte die Polizei voraus, dass die Sudanesen es nicht behalten wollten, und ließ es abtransportieren.

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Die Räumung des Weißekreuzplatzes geht weiter.

Derweil denken die Demonstranten bereits darüber nach, eine neue Versammlung anzumelden. „Es gibt noch keine konkreten Pläne, diese Option wird aber von meinen Mandanten besprochen“, sagte Rechtsanwalt Paulo Dias auf Anfrage der HAZ. Auch ob die neue Demo, mit der die Flüchtlinge auf die Situation im Sudan aufmerksam machen wollen, wieder am Weißekreuzplatz stattfinden soll, ließ Dias gestern offen. „Es gibt ja noch andere schöne Plätze in Hannover“, sagt der Anwalt der Sudanesen.

Derweil sind sich die politischen Parteien im Rat der Stadt weitgehend einig, dass die Räumung des Protestcamps der richtige Schritt gewesen ist. Lediglich bei den Grünen gibt es Unmut und Bedauern. Die Grüne Jugend bezeichnet den Polizeieinsatz am späten Dienstagabend als „Nacht-und-Nebel-Aktion“. Mit einem „überzogenen Großaufgebot“ habe die Polizei das Protestcamp „dem Erdboden gleichgemacht“. Sie fordert die Stadt auf, ein selbst verwaltetes Flüchtlingszentrum einzurichten.

Die Grünen-Ratsfraktion ist zurückhaltender, drückt aber ihr Bedauern über das Ende des Camps aus. „Das ist sehr unglücklich gelaufen, dabei war der bisherige Umgang mit den Demonstrierenden sehr fair“, sagt Fraktionschefin Freya Markowis.

SPD und CDU finden die Räumung des Prostestcamps in Ordnung. Die Linke im Rat bedauert die Räumung, gesteht aber zu, dass sich das Camp überlebt habe. Die FDP hält ein Ende des Camps ebenfalls für richtig.

Von Andreas Schinkel und Jörn Kießler

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