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Aus der Stadt Stadt Hannover lässt Tauben füttern
Hannover Aus der Stadt Stadt Hannover lässt Tauben füttern
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21:51 13.12.2011
Von Conrad von Meding
„Problem nicht im Griff“: Tauben am Steintor in der Innenstadt. Quelle: Philipp von Ditfurth
Hannover

Diese sollen kranke Tiere anlocken und zur Behandlung bringen. Nach Beobachtung von Geschäftsleuten nutzen sie die Erlaubnis aber, um großflächig Futter in der Innenstadt zu verteilen. Im Bezirksrat Mitte hat das am Montagabend Kopfschütteln ausgelöst.

Dort berichtete Gisela Preckel vom Seniorenbeirat, dass sich allein am Lavesplatz wegen ständigen Fütterns der Tauben durch eine Anwohnerin ein großer Schwarm gebildet habe: „30 bis 40 Tiere“ seien es dauerhaft, „ein Riesenproblem – die Tiere verdrecken Fassaden und Fenster.“ Martin Prenzler  von der City-Gemeinschaft bestätigt diese Beobachtung. „In der Fußgängerzone finden sich fast überall Tauben, die Stadt bekommt das Problem nicht in den Griff.“

Susanne Hinsemann, Inhaberin des Wurst-Basars, lässt ihre Filiale am Steintor im nächsten Sommer umbauen. „Es ist den Kunden nicht zuzumuten, dass die unhygienischen Tiere sich immer wieder unserem Eingangsbereich nähern.“ Der Wurst-Basar hat bislang ein offenes Konzept mit ganztägig geöffneten Glastüren. „Das ging bisher, weil wir eine teure Taubenvergrämungsanlage installiert haben“, sagt Hinsemann, „aber die Tiere haben sich wohl daran gewöhnt, sie werden immer dreister.“

Die Stadt räumte am Dienstag ein, vier Fütterungsgenehmigungen an „ältere Damen“ ausgestellt zu haben. Sie seien sehr aktiv bei der Versorgung verletzter Tiere, deren Menge rückläufig sei.  Wie viele Tiere in den vergangenen Jahren angelockt und behandelt wurden, konnte ein Stadtsprecher am Dienstag aber nicht benennen. 

Auch, ob die Damen für die Fütterung am Lavesplatz verantwortlich sind, konnte das Ordnungsamt nicht klären. Das dortige Problem sei aber bereits an die Polizei gemeldet worden. „Es konnte jedoch bis jetzt niemand ermittelt werden“, bedauert Stadtsprecher Udo Möller.

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