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Stadt räumt am alten ZOB auf

Lister Dreieck Stadt räumt am alten ZOB auf

Die Fläche des alten Zentralen Omnibusbahnhofs an der Hamburger Allee war immer stärker verwahrlost – jetzt sind die alten Wartehäuschen abgebaut und das Gelände gereinigt worden. Die Stadt hofft, dass die Trinkerszene die Fläche nun meidet.

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Vergangene Woche noch sah es im Bereich des alten ZOB wüst aus, weil Trinker sich dort niederließen. 

Quelle: Wiechers

Hannover. Die Stadt ist gestern auf dem Gelände des alten Zentralen Omnibusbahnhofs am Lister Dreieck zur Tat geschritten. Sie hat die Fläche reinigen und drei schon seit Langem nicht mehr benötigte Buswartehäuschen abbauen lassen. „Wir wollen verhindern, dass die Ecke verkommt, und müssen auch die Gesamtsituation rund um Bahnhof und ZOB im Blick haben“, sagt Stadtsprecher Alexis Demos.

Das Grundstück an der Ecke der Hamburger Allee und der Lister Meile liegt seit Herbst vergangenen Jahres brach, weil es für den neuen Omnibusbahnhof nicht mehr benötigt wurde. In jüngster Zeit hatten sich die Zustände dort ständig verschlimmert. Vor allem der Randbereich an der Lister Meile starrte vor Unrat, außerdem stank es dort beißend nach Urin und ähnlichen unappetitlichen menschlichen Spuren, die manchmal bis aufs neue ZOB-Gelände zogen.

Viele Beschwerden 

Sowohl Passanten als auch Anlieger hatten sich beschwert. Autofahrer, die den Platz zum Parken benutzen, störten sich ebenfalls an der Entwicklung der Dinge. „Seit einiger Zeit muss man sich die Nase zuhalten und am besten auch die Luft anhalten, wenn man dort vorbeigeht“, sagt einer, der dort regelmäßig bei Kinobesuchen parkt.

Auslöser der Problematik war, dass sich die Trinkerszene, die sich schon seit Längerem im Bereich des Raschplatzes aufhält, das Gelände als weiteren Treffpunkt für Gelage und als Nachtquartier ausgesucht hatte. Die drei Buswartehäuschen dienten als Wetter- und dort, wo sie nicht zerstört oder beklebt waren, als Sichtschutz. „Sie waren zum Teil marode“, sagt Demos.

Ab 2016 soll ein Bürogebäude entstehen

Durch das Abräumen erhofft sich die Stadt, dass die Szene die Fläche künftig meidet. „Wir werden regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf reinigen“, kündigt der Stadtsprecher an, betont aber, dass am alten ZOB ebenso wie an anderen neuralgischen Punkten etwa am Raschplatz oder am Weißekreuzplatz das Aufenthaltsrecht im öffentlichen Raum gilt. Wer keine Straftaten begeht, gegen den kann kein Platzverweis verhängt werden.

Der alte ZOB wird noch bis Mitte 2016 Brachfläche bleiben. Danach beginnt das Essener Unternehmen Kölbl Kruse als Projektentwickler mit dem Bau eines achtgeschossigen Bürohauses.

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