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Stadt will Betreiber in Regress nehmen

Bauschäden im Misburger Bad Stadt will Betreiber in Regress nehmen

Im Streit um die Bauschäden am Misburger Bad geht die Stadt Hannover jetzt in die Offensive und sammelt Beweise für Regressforderungen. "Die damaligen Firmen s.a.b. und Pelikaan haben wir bereits angeschrieben", sagte ein Justiziar am Montag im Sportausschuss des Rates.

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Massive Bauschäden: Misburger Bad.

Quelle: Ralf Decker

Hannover. Man habe den ehemaligen Betreibern des Bads jetzt eine Frist gesetzt, um zu der Forderung Stellung zu nehmen. Parallel werde das Beweissicherungsverfahren vorbereitet, ein Antrag beim zuständigen Landgericht sei aber noch nicht gestellt.

Im Misburger Bad hatten Statiker kürzlich erhebliche Schäden an tragenden Deckenkonstruktionen festgestellt. Das Bad musste daraufhin geschlossen werden. Balken waren durchbohrt worden, an manchen Stellen sind die Stützen regelrecht perforiert. Die Stadt geht davon aus, dass die Schäden aus der Zeit der Sanierung des Bads im Jahr 2007 herrühren. Damals wurde die Firma s.a.b. mit dem insgesamt 13,5 Millionen Euro teuren Vorhaben betraut, später sollte s.a.b. auch den Badbetrieb übernehmen. Generalunternehmer war die Firma Pelikaan. Die Stadt Hannover zahlt den Kredit für die Sanierung noch immer ab.

Stadt führte 14 Kontrollen durch

Die CDU will im Sportausschuss wissen, warum die Statikschäden nicht bei der Sanierung oder spätestens bei der Abnahme des fertig gestellten Bades aufgefallen sind. 14 Kontrollen habe die Stadt im Laufe der Bauarbeiten durchgeführt, berichtet Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD). Baustatiker hätten zudem nach sechs Abnahmen erklärt, dass "keine Bedenken gegenüber der Ingebrauchnahme des Bauwerks bestehen". Im Jahr 2012 seien noch einmal Vertreter der Deutschen Gesellschaft für das Bäderwesen durch das Bad gegangen, um sich ein Bild von dem Zustand der Anlage zu machen.

"Und bei all den Kontrollen ist den Fachleuten nichts aufgefallen?", fragt FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke. Die Stadtverwaltung betont, dass es zwar Stichproben gegeben habe, zum Teil Deckenverkleidungen entfernt wurden, um einen Blick auf die tragenden Balken zu werfen. "Aber dabei ist man nicht auf die Durchbohrungen gestoßen", sagt eine Verwaltungsvertreterin.

Die Stadt erstellt derzeit eine Machbarkeitsstudie, die klären soll, ob das Bad komplett saniert werden soll, oder ob Abriss und Neubau wirtschaftlicher sind. Im Mai, so kündigt Oberbürgermeister Stefan Schostok an, sollen Ergebnisse vorliegen. In Misburg werde es weiterhin ein Bad geben, verspricht Schostok. Spätestens 2020 sollen die Stadtteilbewohner wieder ihre Bahnen ziehen können.

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