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Stadt steckt 226 Millionen in die Schulen

Ausbau und Instandsetzung Stadt steckt 226 Millionen in die Schulen

Die Stadt Hannover hat in den vergangenen neun Jahren rund 375  Millionen Euro in den Ausbau und die Instandsetzung ihrer Schulen investiert. Bis 2019 sollen noch einmal 226 Millionen Euro dafür ausgegeben werden.

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Alles so schön bunt hier: Elsa-Brändström-Schule.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. „Schulsanierung ist seit Langem der Schwerpunkt unserer Investitionstätigkeit“, sagte Wirtschaftsdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette Die Dezernentinnen wehrten sich gegen den Vorwurf, die Stadt habe jahrelang die Sanierung der Schulen verschleppt.: „Das ist nicht wahr“, sagte Rzyski. „Ich kenne kaum eine Stadt, die schon so lange soviel Geld in diesen Bereich investiert.“ Sie erinnerte daran, dass Land und Kommunen noch vor einigen Jahren allgemein von deutlich zurückgehenden anstatt von wachsenden Schülerzahlen ausgegangen waren. Die Stadt Hannover investiere aber – „entgegen dem Trend“ – schon seit dem Jahr 2009 erheblich in die Schulen, während andere Kommunen mit Blick auf den demografischen Wandel oft nur „bedarfsgerecht saniert“ hätten. Das heißt, sie haben nur das Nötigste gemacht.

Schuldirektoren, Eltern und die politische Opposition beklagen dass es einen massiven Sanierungsstau an Hannovers Schulen gibt. Auch an der Humboldtschule sind laut dem Direktor Henning Lawes Renovierungen nötig.

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Tegtmeyer-Dette verwies zudem auf die Pläne zu einem „Investitionsmemorandum“, das Oberbürgermeister Stefan Schostok und Kämmerer Marc Hansmann vor Kurzem vorgelegt hatten. Danach sollen in den kommenden zehn Jahren noch einmal 500 Millionen Euro zusätzlich in den Erhalt und den Ausbau städtischer Gebäude, vorrangig Kitas und Schulen, fließen. Welche Projekte durch das Programm konkret finanziert werden, soll erst im Laufe des ersten Halbjahres 2016 bekanntgegeben werden.

Maßgeblich für die Sanierung seien neuere Bestimmungen in der Brandschutz- und Betriebssicherheitsverordnung gewesen, betonten die Dezernentinnen. „Das sind viele Dinge, die man oft auf den ersten Blick nicht unbedingt sieht.“ Aber auch schulpolitische Anforderung wie die Inklusion, die Umstellung auf den Ganztagsbetrieb (Rzyski: „Viele Schulen werden heute fast rund um die Uhr genutzt, die Zeiten, in denen sie ab 14 Uhr leer stehen, sind vorbei“) und die Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren an den Gymnasien brächten Investitionsbedarf mit sich. Ein Großteil der Schulgebäude sei älter als 50 Jahre, deshalb gebe es einen erhöhten Sanierungsbedarf.

Allein der Ausbau der Gymnasien für das Abitur nach neun Jahren (G 9) kostet die Stadt rund 35 Millionen Euro, für die Sanierung der Sanitäranlagen sind 15 Millionen Euro eingeplant.

Die Stadt stellte am Freitag auch einige beispielhafte Bauprojekte vor:

Elsa-Brändström-Schule: In die Sanierung und den Neubau des Südstädter Gymnasiums wurden bis zur Fertigstellung im August 2010 insgesamt 10,8 Millionen Euro gesteckt, samt neuer Mensa, Turnhalle und Aula.

Lutherschule: Das Gebäude mit der altehrwürdigen Fassade wird von innen für 13,5 Millionen Euro regelrecht aufgepeppt – mit neuen, lichten Klassenräumen und der Restaurierung des Treppenhauses.

Goetheschule: Der erste Bauabschnitt für gut 4 Millionen Euro wurde im Mai 2014 fertig. Insgesamt soll das Gymnasium am Franziusweg in den nächsten fünf Jahren für rund 30 Millionen Euro rundumerneuert werden. Nur Fassade und Betonskelett bleiben stehen.

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Hannover legt eine stolze Bilanz zur Schulsanierung vor, Hunderte Millionen wurden investiert. Trotzdem sind manche Gebäude zum Teil in einem so maroden Zustand, dass man dies unseren Kindern nicht zumuten kann, findet Saskia Döhner.

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