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Aus der Stadt Stadt steckt Hunderte Millionen in Schulsanierungen
Hannover Aus der Stadt Stadt steckt Hunderte Millionen in Schulsanierungen
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00:15 09.07.2016
Von Saskia Döhner
Hier wird gebaut: „kiss Birkenstraße – Kita Schule Sport“. Quelle: Schaarschmidt
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Hannover

Die Bauarbeiter haben keine Ferien. Die sechs Wochen schulfreie Zeit nutzt die Stadt Hannover, um ihre Gebäude wieder fit für den Unterricht zu machen. Knapp 47 Millionen Euro investiert die Stadt in mehr als 30 Schulen und Kindergärten, hinzu kommen noch weiterlaufende Großprojekte in öffentlich-privater Partnerschaft wie die neue Grundschule mit Sporthalle und Kita an der Birkenstraße. Die Otfried-Preußler-Grundschule wird nicht – wie ursprünglich mal geplant – zum neuen Schuljahr fertig, sondern erst vor den Herbstferien. Das Schuljahr startet noch in der Meterstraße, der Umzug soll dann Ende September sein. An der Birkenstraße entstehen für 19 Millionen Euro eine Kita mit sechs Gruppen, eine 4,5-zügige Grundschule und eine Dreifeldsporthalle mit Tribüne und 250 Sitzplätzen. Sie soll auch Vereinen zur Verfügung stehen.

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Die Stadt Hannover steckt in den Sommerferien Hunderte Millionen in die Sanierung ihrer Schule.

In den Sommerferien werden die Außenanlagen der Kita fertiggestellt, die vier Krippen- und zwei Kindergartengruppen, die bislang in Containern auf dem Sportplatz des Kaiser-Wilhelm-Gymnasiums untergebracht waren, ziehen dann hierher. Grundschule und Sporthalle werden in den nächsten Wochen vor allem innen ausgebaut. An der IGS Mühlenberg, dem mit einem Volumen von 63 Millionen Euro größten Bauprojekt der Stadt, geht die Sanierung in die zweite Phase. Die Schule wurde bereits im Frühjahr 2015 fertig, jetzt entsteht bis Herbst der zweite Abschnitt mit zweiter Sporthalle, Mensa und Schulhof.

Daneben gibt es noch eine ganze Reihe von einzelnen Baumaßnahmen, einige dienen der Verbesserung des Brandschutzes:

IGS Roderbruch: Am Hauptgebäude wird außen eine Fluchttreppe angebracht, auf dem Dach werden Rampen montiert, damit Rollstuhlfahrer leicht nach draußen kommen. Im Grundschulbereich werden Türen ausgetauscht und ebenfalls eine Fluchttreppe angebaut. Die Brandschutzmaßnahmen kosten rund 1,5 Millionen Euro und sollen im August 2017 abgeschlossen ein.

Helene-Lange-Schule: Bis zum Dezember soll der Brandschutz im dritten Bauabschnitt auf den jüngsten Stand gebracht sein. Die Fassade ist bereits saniert, auch hier liegen die Kosten bei 1,5 Millionen Euro.
Grundschule Mühlenweg: Noch bis April 2017 werden die Sicherheitsbeleuchtung erneuert, eine Brandmeldeanlage eingebaut, die Lautsprecheranlage ausgetauscht und neue Brandschutztüren eingebaut, die Maßnahme kostet rund eine Million Euro.

Grundschule Hägewiesen: Flucht- und Rettungswege werden verbessert, Brandschutztüren werden eingebaut, Fluchttreppen und -türen eingesetzt sowie eine Außentreppe und Notausgänge. Die dunkle abgehängte Decke im Flurbereich wird durch eine neue helle Akustikdecke ersetzt. Die Stadt muss dafür 1,1 Millionen Euro aufbringen. Der Trend zu immer mehr Ganztagsgrundschulen und der gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne Handicap ziehen weitere Bauprojekte nach sich:

Grundschule Am Lindener Markt: Rund 4,2 Millionen Euro kosten der Ausbau zur Ganztagsschule und die neue Mensa. Pünktlich zum neuen Schuljahr soll alles fertig sein. Die 370 Quadratmeter umfassende Mensa ist mit beweglichen Trennwänden ausgestattet und kann auch als Pausen- und Freizeitbereich genutzt werden. Gegessen werden soll in drei Schichten, so könnten 80 Prozent der Kinder mittags versorgt werden.

Grundschule Lüneburger Damm: Auch hier entstehen eine neue Mensa und ein  barrierefrei zu erreichender Ganztagsbereich mit behindertengerechten Toiletten. Zudem wird auch ein Trakt saniert und ein Fahrstuhl eingebaut, Gesamtkosten bis Ende 2016: 4,3 Millionen Euro.

Grundschule Stammestraße: Die Ricklinger Grundschule erhält einen Erweiterungsbau, in den Sommerferien sind die Rohbauarbeiten für die neue Mensa geplant. Im nächsten Sommer soll das insgesamt 5,6 Millionen Euro teure Projekt abgeschlossen sein.

Grundschule Tiefenriede: Die Leitungen für die Mensa und den Ganztagsanbau werden in den Ferien gezogen, die Hausmeisterwohnung wird umgebaut und soll künftig für das Nachmittagsangebot zur Verfügung stehen. Bauende ist für Herbst 2017 geplant. Die Kosten liegen bei 4,2 Millionen Euro.

Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium: An dem Gymnasium gehen die im vergangenen Juli begonnenen Umbauarbeiten weiter. Ein Neubau soll den sogenannten Schustertrakt aus den Fünfzigerjahren ersetzen, der so marode war, dass er einsturzgefährdet war. Alle Toiletten im Bestandsgebäude sollen saniert werden, das Dach des Neubaus wird gerichtet, die Fenster werden eingebaut. Läuft alles nach Plan, ist der Umbau im Juli 2017 geschafft und hat gut 5 Millionen Euro gekostet.

Temporäre Kitas: Auf dem Waterlooplatz wird eine Übergangskita errichtet für drei Krippen- und eine Kindergartengruppe. Dazu werden die 55 Einzelcontainer von der Lüerstraße zum Waterlooplatz gebracht. Alle Aufenthaltsräume erhalten direkte Ausgänge ins Freie, zur Lavesallee wird eine Schutzwand aus Holz aufgestellt. Die Baukosten betragen eine Million Euro. Auch auf dem Gelände der bestehenden Kita Sahlkamp aus dem Jahr 2013 ist eine temporäre Kita geplant, die als Vorläufer für einen später geplanten Erweiterungsbau gedacht ist. In den angemieteten Containern sollen zwei Gruppen mit insgesamt 30 Krippenkindern Platz finden.

Der Mangel an Wohnraum schlägt sich auch in der Bilanz der städtischen Wohnungsgesellschaft GBH nieder. Sie verzeichnet für 2015 das beste Ergebnis ihrer Geschichte. Von den 13 319 Wohnungen der GBH waren gerade einmal fünf unvermietet.

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