Auch auf der Bödekerstraße in der List sind deutliche Straßenschäden zu erkennen, die die Verkehrsteilnehmer zu Ausweichmanövern zwingen.
Die Ausbesserungsarbeiten der Stadt laufen bereits auf Hochtouren. „13 Kolonnen sind derzeit täglich im Einsatz. Sie gehen konkreten Hinweisen aus der Bevölkerung nach, wo Löcher zu stopfen sind“, sagt Stadtsprecher Dennis Dix.
Unter der Telefonnummer 0511-16841122 könnten Anwohner den Bürgerservice des Fachbereichs Tiefbau über weitere Asphaltschäden informieren. „Momentan können wir die Decke witterungsbedingt aber nicht nachhaltig wiederherstellen, sondern sie nur reparieren“, erklärt Dix. Zum Füllen der Löcher verwendet die Stadt Wintermischgut. „Dabei handelt es sich um ein Provisorium, bei dem es allerdings passieren kann, dass es wieder aufbricht.“ Vorrangig sei derzeit, die Sicherheit auf den Verkehrswegen wiederherzustellen, so Dix. Maßnahmen dazu würden auf stark befahrenen Strecken eher ergriffen als auf Nebenstraßen.
„Wenn der Winter so hart wird wie im vergangenen Jahr, wird am Ende jede zweite Straße sanierungsbedürftig sein“, schätzt Wolfgang Müller vom ADAC. Die Mittel der Kommunen würden jedoch immer geringer. Allein für den Erhalt ihrer Straßen müssten sie jährlich acht Milliarden Euro aufbringen. „Doch den Gemeinden fehlt das Geld.“ Müller befürchtet daher erhebliche Beeinträchtigungen auf den Strecken. Besonders auf Landes- und Gemeindestraßen sollten Autofahrer auf Schlaglöcher am Fahrbahnrand achten, die von Schnee und Matsch verdeckt seien.
Die Landesbehörde für Straßenbau sieht auf den Bundes- und Landesstraßen allerdings noch keinen Handlungsbedarf. „Bislang liegen uns von den Straßenmeistereien keine Meldungen über massive Schäden im Raum Hannover vor“, sagt Katrin Spring aus dem Regionalen Geschäftsbereich der Behörde.
Anders ist es auf der A2: An der Anschlussstelle Lehrte-Ost sowie im Braunschweiger und Helmstedter Bereich hat die Landesbehörde Straßenarbeiten angesetzt. „Wenn die Temperaturen über null Grad steigen, werden noch in dieser Woche Sofortmaßnahmen eingeleitet“, sagt Katrin Spring. Kuhlen würden dann mit Wintermischgut gefüllt, stellenweise müsse der Asphalt aber auch herausgefräst und durch neuen ersetzt werden.
Schlaglöcher sind ein jährlich wiederkehrendes Ärgernis, das die Kommunen viel Geld kostet und noch dazu die Sicherheit im Straßenverkehr gefährdet.Hoffnung macht dem ADAC eine Entwicklung in Hamburg, wo derzeit der Versuch unternommen wird, abgefrästen Asphalt auf einer Strecke von 500 Metern zu recyceln und wieder aufzutragen. „Wenn die Straßen dadurch kostengünstig erhalten werden und sicher sind, dann bewerten wir die Entwicklung positiv“, sagt Wolfgang Müller.
André Nowak und Sören Hendrik Maak
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