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Aus der Stadt Stadt tauscht Oktoberfest-Veranstalter aus
Hannover Aus der Stadt Stadt tauscht Oktoberfest-Veranstalter aus
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00:17 28.08.2016
Von Bernd Haase
Noch immer ist der Streit um die Ausrichtung des Oktoberfests nicht beigelegt. Quelle: Michael Thomas (Archiv)
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Hannover

Beim Dauerstreit um die Ausrichtung des hannoverschen Oktoberfests hat die Stadt am Donnerstag die nächste Pirouette gedreht. Nach einem für sie unerfreulichen Gerichtsurteil von vor einer Woche will sie die Vergabe an ihren bisherigen Favoriten FTE aus Springe widerrufen und nun den Schaustellerverband Arbeitsgemeinschaft für Volksfeste in Hannover (AGV) beauftragen. FTE-Chef Lothar Ahrend hat bereits Beschwerde eingereicht – sowohl gegen das Urteil als auch gegen den Bescheid der Stadt.

Mit Stand Donnerstag scheint nur eines festzustehen: Der Rummel, der am 23.   September auf dem Schützenplatz beginnen und am 9. Oktober enden soll, dürfte stattfinden. Beide Unternehmen haben nach eigenen Angaben entsprechende Vorbereitungen getroffen.

„Wir sind in die Vollen gegangen und haben 110 unterschriebene Verträge mit Schaustellern an der Hand“, sagt Ahrend. Finanziell sei die FTE bereits mit einer hohen fünfstelligen Summe in Vorleistung getreten, etwa für Werbung. „Wenn wir nicht ausrichten dürfen, werden wir Schadenersatzforderungen bekommen. Das Geld müssen wir uns dann von der Stadt wiederholen“, kündigt er an. Die AGV, die am Schützenplatz residiert, hat nach Angaben ihres Sprechers Marko Hausmann trotz der zwischenzeitlichen Ausbootung nie mit den Planungen für das Fest aufgehört und rund 140 Schausteller engagiert.

Die AGV war über lange Jahre Partner der Stadt bei Frühlings- und Oktoberfesten. Gegen diese sogenannte Dauerfestsetzung ging die FTE gerichtlich vor und erzwang ein Bieterverfahren für das diesjährige Oktoberfest und beide Volksfeste in den kommenden zwei Jahren.

Das jetzige Chaos hat dann im Wesentlichen die Stadt angerichtet. Sie konnte sich nicht entscheiden, sprach von zwei gleichwertigen Bewerbungen und loste schließlich aus. Das Glück war dabei zunächst mit der FTE. Es schloss sich ein nur noch für Insider zu durchschauender gerichtlicher Streit an, in dem das Verwaltungsgericht schließlich die Stadt abwatschte. Schon aus dem Bewerbungsverfahren hätte die AGV anhand des dafür aufgestellten Punktekatalogs als Sieger hervorgehen müssen. Ein Losentscheid wäre nicht erforderlich gewesen, urteilten die Richter.

Mit dem Oktoberfest auf dem Schützenplatz wird sich nun das Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg auseinandersetzen müssen. Unklar bleibt in jedem Fall, was danach passiert. Der gestrige Beschluss der Stadt betrifft ausschließlich diese eine Veranstaltung. „Die Entscheidung über die Frühlings- und Oktoberfeste in den Jahren 2017 und 2018 ist noch offen“, teilt die Verwaltung mit.     

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