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Aus der Stadt Stadt will Problembäder abreißen und neu bauen
Hannover Aus der Stadt Stadt will Problembäder abreißen und neu bauen
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20:30 11.11.2016
Misburger Bad und Fössebad: Für Hannovers ramponierteste Bäder bahnt sich jetzt eine Lösung an.  Quelle: Thomas
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Hannover

Für Hannovers ramponierteste Bäder, Misburger Bad und Fössebad, bahnt sich jetzt eine Lösung an. Nach Informationen der HAZ tendiert die Stadtverwaltung dazu, beide Bäder abzureißen und neu zu errichten. Bei einer vertraulichen Sitzung der SPD-Ratsfraktion hatte Kämmerer Marc Hansmann (SPD) kürzlich mitgeteilt, dass er Neubauten für die wirtschaftlichste Lösung halte. Alles müsse aber noch sorgfältig durchgerechnet werden. Beim Fössebad erwägt die Stadt sogar, ein wettkampftaugliches Becken mit 50 Metern Länge zu bauen. Die geschätzten Mehrkosten von fünf Millionen Euro sollen mithilfe von Sponsoren finanziert werden.

Kosten: 45 Millionen Euro

Abriss und Neubau beider Bäder werden mit insgesamt rund 45 Millionen Euro zu Buche schlagen. Machbarkeitsstudien haben für das baufällige Misburger Bad Baukosten von 20,2 Millionen Euro ermittelt, für das Fössebad mit 50-Meter-Becken 24,6 Millionen Euro.

Beide Bäder sind extrem marode. Die Bausubstanz des Fössebads ist in schlechtem Zustand. Im Untergeschoss mussten kürzlich Stützen angebracht werden, um den weiteren Betrieb sicherzustellen. Noch schlimmer steht es um das Misburger Bad. Die Stadt hat das Bad seit einem Jahr geschlossen, das Gebäude ist einsturzgefährdet. Grund sind erhebliche Schäden an tragenden Konstruktionen. Verursacht hat sie der private Badbetreiber s.a.b. bei der Sanierung des Bads vor neun Jahren. Die Stadt hat damals den Umbau des Bads mit einem Kredit über 13,5 Millionen Euro finanziert. 2013 übernahm die Stadt den Badbetrieb. Für zwei Jahrzehnte muss die Stadt den Kredit noch abbezahlen.

Private Beteiligung möglich

Im Rathaus überlegt man jetzt, wie die Millionenprojekte gestemmt werden können. Der Kämmerer hatte unlängst angekündigt, Großprojekte vor allem über öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP) zu finanzieren. Damit sind Kooperationen zwischen Stadt und externen Bauherrn gemeint. Ein Investor finanziert den Bau vor, die Stadt mietet die Räumlichkeiten und zahlt dadurch die Investition ab, aber alles bleibt im Eigentum der Stadt. Ob das Verfahren beim Misburger Bad durchsetzbar ist, bleibt fraglich. Schließlich steht das Bad exemplarisch für eine fehlgeschlagene private Beteiligung. Im Unterschied zu früher betreibt die Stadt das neue Bad aber selbst.

Beim Fössebad prüft die Stadt noch, aus welchem Topf das Geld kommen könnte. Auch muss sie klären, wie sich die beiden Bauvorhaben in den Sanierungsplan für Hannovers restliche Bäder einarbeiten lassen. Insgesamt 42 Millionen Euro hatte die Stadt für die Sanierung aller Bäder veranschlagt, da waren Fössebad und Misburger Bad noch einkalkuliert.
Für das Veranstaltungszentrum Bei Chez Heinz im Gebäude des Fössebads bleibt bei einem Neubau kein Platz mehr. Nach Informationen der HAZ will das Kulturdezernat andere Räume im Stadtgebiet für das Chez Heinz suchen.

SPD und Grüne begrüßen die Neubau-Pläne. „Es macht Sinn, dass kein Geld mehr in Bauruinen investiert wird“, sagt Grünen-Sportpolitiker Mark Bindert. So könnten die neuen Bäder von Anfang an behindertengerecht gebaut werden. „Die Folgekosten bleiben überschaubar, wenn die Bäder neu errichtet werden“, sagt SPD-Sportpolitiker Angelo Alter.     

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