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Ist der Lister Fuchs ansteckend krank?

Eilenriede Ist der Lister Fuchs ansteckend krank?

Der Fuchs vom Lister Turm ist wahrscheinlich krank - und könnte Hunde anstecken. Das Tier, das unter Spaziergängern in der Eilenriede inzwischen bekannt, weist offenbar kahle Stellen am Rücken auf - ein Zeichen für die ansteckende Krankheit Räude. Die Stadt rät, Abstand von dem Tier zu halten. Sie will es lebend fangen.

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Der Fuchs sieht nach Augenzeugenberichten krank aus.

Quelle: privat

Hannover. „Der Fuchs sah sehr krank aus“, berichtet Cordula Geiseler, der das Tier Dienstagvormittag in der Nähe des Lister Turms begegnet ist. Geiseler hatte mit dem Fahrrad angehalten und mehrere Fotos geschossen. Das passte dem kleinen Raubtier nicht. Es kam auf die Frau zu und biss in den Vorderreifen ihres Rads. Im Anhänger lag Cordula Geiselers Baby, das sie aber durch eine geschlossene Plane sicher verwahrt wusste.

Der Fuchs ist seit Juli bereits von etlichen Radfahrern und Spaziergängern auf Wegen in einem gewissen Umkreis rund um den Lister Turm gesichtet worden. Er lief oft dicht an Radfahrern vorbei und zeigte eine für Wildtiere eher ungewöhnliche Zutraulichkeit. Bis Dienstag hat der Fuchs jedoch nie aggressiv reagiert. In einer Bedrohungslage wäre das allerdings ein normales Verhalten. „Vielleicht lag es daran, dass ich angehalten habe. Andere Radfahrer sind wesentlich dichter an dem Fuchs vorbeigefahren“, erzählt Cordula Geiseler.

Die Stadtverwaltung rät dazu, Abstand von dem Tier zu halten und sich nicht zu nähern. Städtische Forstmitarbeiter haben Anfang August eine Lebendfalle mit Köder aufgestellt. „Wir sind zuversichtlich, ihn auf diese Art zu fangen“, betont Stadtsprecher Dennis Dix. Geht der Fuchs in die Falle, soll er untersucht werden. In der Region ist mehrfach Staupe bei Füchsen aufgetreten. Die für Wildtiere tödliche Virusinfektion ist auf Hunde übertragbar. Das gerupfte Fell des Fuchses deutet auf Räude hin, einen für Hunde ansteckenden Befall mit Milben.

Der Lister Fuchs ist bei Weitem nicht der einzige in der Stadt. Seine Artgenossen dürften überall in Hannover leben, schätzt Biologe Ulrich Voigt vom Institut für Wildtierforschung der Tierärztlichen Hochschule Hannover. „Füchse haben hier keine Feinde außer dem Verkehr. Und sie fressen alles, was sie kriegen können: Mäuse, Butterbrote, Erdbeeren, Insekten. Papierkörbe sind ein Eldorado.“ Auch gesunde Tiere lassen ihre Scheu oft fahren. „Sie merken schnell, wenn sie nicht gejagt werden.“     

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