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Schützenfest soll Kulturerbe werden

Abschlussbilanz Schützenfest soll Kulturerbe werden

Das Schützenfest soll zum nächsten Jahr modernisiert werden, die Veranstaltung stecke jedoch nicht in der Krise, sagte Oberbürgermeister Stefan Schostok am Sonntag bei der Abschlusspressekonferenz. Nach der Sommerpause sollen neue Ideen für die Traditionsveranstaltung präsentiert werden. 

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Oberbürgermeister Stefan Schostok (links) und Schützenpräsident Paul-Eric Stolle in einem historischen Karussell.

Quelle: Dröse

Hannover. Das diesjährige Schützenfest habe "die Wahrung der Tradition hinbekommen und sich zugleich als sehr modernes Fest präsentiert", sagte Schostok. Dieser Weg solle künftig weiter beschritten werden. "Wir begrüßen die vielen Ideen und Vorschläge die gemacht wurden", betonte er. Einige davon seien bereits bekannt.

Details zu den Plänen nannte Schostok am Sonntag nicht, sie sollen nach der Sommerpause dem Stadtrat im Oberbürgermeisterausschuss präsentiert werden. Schostok sagte lediglich, dass künftig zu allen Zeiten der Festplatz gefüllt werden soll, so auch zwischen 14 und 18 Uhr. Der Oberbürgermeister gestand zum Abschluss des 487. Schützenfestes ein, dass in den Nachmittagsstunden relativ wenig Besucher gekommen sind. Mit den Vorbereitungen für eine neue Struktrur sei bereits vor Monaten begonnen worden.

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Die Stadt will zum 500. Schützenfest in 13 Jahren die Veranstaltung von der Unseco als Immaterielles Weltkulturerbe ausgezeichnet bekommen. Auch dafür liefen bereits die Vorbereitungen für den Antrag bei der Unesco. So soll im kommenden Jahr eine Fibel mit der Geschichte des Schützesfestes vorgelegt werden. Immaterielles Welterbe sind unter anderem die Deutsche Brotkultur, der moderne Ausdruckstanz, die Passionssiele von Oberammergau und die Auseinandersetzungen um den Rattenfänger von Hameln.

Das waren die Höhepunkte des Schützenfests

Schützenausmarsch, ein Auftritt von Lena Meyer-Landrut, der Fahrgeschäfte-Test der die Verleihung der Goldenen Fanfare: Ein Rückblick in Bildern.

Auch Organisator Klaus Timaeus zeigte sich am Sonntag mit dem Schützenfest zufrieden. Mit rund einer Million Besucher seien die Erwartungen erfüllt worden, sagte Timaeus nach sechs Jahren als Cheforganisator. "Das ist eine Super-Zahl", betonte er. Die vergangenen Tage hätten gezeigt, dass die Hannoveraner das Fest mögen. Das Ziel, alle Bevölkerungsschichten zu anzusprechen, sei erreicht worden.

Timaeus hob den Versuch hervor, mehr Nostalgie auf den Platz zu bringen. "Die historischen Karussells und die Orgeln haben den Besuchern ein besonderes Gefühl gegeben", sagte er. Timaeus empfahl seinem Nachfolger Ralf Sonnenberg als Organisator das zu übernehmen.

5 Diebstähle, 32 Körperverletzungen

Auch Polizei und Deutsches Rotes Kreuz (DRK) zogen Sonntagmittag eine vorläufige Bilanz der zehntägigen Veranstaltung. Die Zahl der Diebstähle ist demnach von 15 im Jahr 2015 auf 5 in diesem Jahr zurückgegangen, sagte Polizeisprecher André Puiu. Allerdings stieg die Zahl der Körperverletzungen von 10 im vergangenen Jahr auf 32 in 2016 an. Die Polizei hatte versucht größere Randale im Vorfeld mit gezielten Kontrollen zu verhindern. Dabei wurden auffällige Schützenfestbesucher kontrolliert, einige von ihnen schickten die Beamten auch mit einem Platzverweis nach Hause. Insgesamt registrierte die Polizei bis Sonntagmittag 63 Straftaten und 230 Ordnungswidrigkeiten, wie zum Beispiel Falschparken.

Das DRK sprach von einem entspannten Fest. Drei vermisste Kinder konnten innerhalb von einer halben Stunde gefunden werden. Es gab 32 Transporte in Krankenhäuser, darunter drei mit Beteiligung eines Notarztes. 150 Frauen, Männer und Kinder wurden von den DRK-Helfern auf dem Platz versorgt.

Von Mathias Klein

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