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Aus der Stadt Stadt zahlt für Heizung in Misburger Pannen-Bad
Hannover Aus der Stadt Stadt zahlt für Heizung in Misburger Pannen-Bad
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00:16 21.09.2016
Von Andreas Schinkel
Die Schwimmhalle im Misburger Bad ist geschlossen. Trotzdem zahlt die Stadt für die Heizung. Quelle: Eberstein (Archiv)
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Hannover

Jetzt will die Stadt aus einem langfristigen Vertrag mit dem privaten Energieversorger aussteigen und ist bereit, eine Ablösesumme von rund einer Million Euro zu bezahlen. Das geht aus einem vertraulichen Verwaltungspapier hervor, das der HAZ vorliegt. In der Ratspolitik löst der Vorgang zum Teil Kopfschütteln aus. Die Stadt hätte den Vertrag längst kündigen müssen, schließlich sei schon vor Monaten absehbar gewesen, dass die Schwimmhalle mehrere Jahre nicht benutzt werden kann, heißt es.

Das Misburger Bad steht voraussichtlich bis 2020 nicht zur Verfügung, ausgenommen ist der Freibadbereich. In dieser Zeit soll das marode Bad entweder komplett saniert oder abgerissen und neu errichtet werden. Der Rat muss noch entscheiden, welche Variante er bevorzugt. Ein Neubau schlägt mit rund 20 Millionen Euro zu Buche, eine Sanierung ist Berechnungen zufolge vier Millionen Euro günstiger.

Grund für die Totalerneuerung sind erhebliche Schäden an tragenden Konstruktionen in der Schwimmhalle. Die Schäden hat der private Badbetreiber s.a.b. 2007 bei der Sanierung des Bads verursacht. Die Stadt prüft derzeit Regressansprüche. Den Kredit über 13,5 Millionen Euro für die damalige Sanierung muss die Stadt noch für zwei Jahrzehnte abbezahlen.

Nach Informationen der HAZ läuft der Vertrag mit dem Energieversorger bis zum Jahr 2027. Auch hier türmen sich hohe Kosten für ein Schwimmbad auf, das es in ein paar Jahren so gar nicht mehr gibt. „Ein neues Bad wird energetisch effizienter sein, daher benötigen wir keine hohen Heizenergielieferungen mehr“, sagt ein Ratspolitiker. Insofern sei es günstiger, aus dem Energievertrag auszusteigen – trotz Ablösesumme.

Die Stadtverwaltung hält sich mit Verweis auf laufende Verhandlungen bedeckt. Langfristig rechne sich ein Ausstieg aus dem Vertrag und bedeute eine Ersparnis, teilt Stadtsprecher Udo Möller mit. Auf die Frage, warum nicht frühzeitig gekündigt werden konnte, entgegnet die Stadt: Die Verhandlungen mit der Lieferfirma hätten Zeit in Anspruch genommen, zudem musste die Machbarkeitsstudie abgewartet werden, die Schäden und Sanierungsaufwand abschätzte.     

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