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Stadt hilft Schulen bei Caterer-Suche

"Sonnenblumen"-Pleite Stadt hilft Schulen bei Caterer-Suche

Die Firmenpleite des Caterers „Sonnenblume“ schlägt in Hannover hohe Wellen. Rund 30 Schulen in Stadt und Umgebung werden zum Schulbeginn am 18. August nicht mehr mit Mittagessen aus der Wunstorfer Großküche beliefert.

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Rund 30 Schulen in Stadt und Umgebung werden zum Schulbeginn am 18. August nicht mehr mit Mittagessen aus der Großküche „Sonnenblume“ beliefert.

Quelle: Hagemann

Hannover. Die Schulen müssen sich daher äußerst kurzfristig nach anderen Caterern umsehen. Die Stadtverwaltung Hannover bietet jetzt ihre Unterstützung an. „Wir sprechen mit den betroffenen Schulen und helfen dabei, so schnell wie möglich Alternativen zu finden“, sagt Stadtsprecher Dennis Dix. Eigentlich ist die Stadt als Schulträger sogar für die Essensversorgung verantwortlich, in Hannover habe man die Wahl eines Caterers aber den Schulen überlassen, sagt Dix.

Hilfe kommt noch von einer anderen Seite. Die Gemeinschaft Deutsche Altenhilfe (GDA), die drei Seniorenheime in Hannover betreibt, hat in einem Schreiben an die HAZ angekündigt, „kurzfristige Engpässe“ in Schulen und Kindergärten überbrücken zu können. Denn auch rund 30 Kindergärten in der Region Hannover wurden bisher von „Sonnenblume“ versorgt. In der Regel liefere die GDA keine warmen Mahlzeiten aus, heißt es in dem Schreiben, die Bewirtung der Kinder solle daher in den Speisesälen der Seniorenheime erfolgen.

Kurzfristige Überbrückungshilfe

In Kleefeld, Ricklingen und in Waldhausen unterhält die GDA ihre Einrichtungen. Man möchte sich allerdings nicht auf eine mittel- oder langfristige Belieferung einlassen, „sondern lediglich kurzfristige Überbrückungshilfe anbieten“, heißt es.

Derweil sind auch die Schulen nicht untätig und suchen fieberhaft nach Ersatz. „Wir sind bereits mit einem Caterer aus Langenhagen im Gespräch“, sagt Alexander Sablowski, Lehrer am Georg-Büchner-Gymnasium in Letter. Erst im Mai hatte das Gymnasium einen Vertrag mit „Sonnenblume“ geschlossen, Preis und Qualität waren überzeugend. Zum Beginn dieses Schuljahrs sollten die Lieferungen beginnen. „1400 Schüler informierten wir schriftlich über die neue Mittagsversorgung, jetzt müssen wir allen eine Absage erteilen“, sagt Sablowski. Das Langenhagener Cateringunternehmen, auf das die Schule jetzt möglicherweise zurückgreift, kann sich vor Anfragen von Schulen kaum retten.

„Bei der Firma laufen die Telefone heiß“, berichtet Sablowski. Der Caterer wolle aber nicht zu viele Kunden annehmen, um nicht denselben Fehler wie „Sonnenblume“ zu begehen.

Wie es zu der Pleite kommen konnte, ist bisher unklar. „Sonnenblume“ war kein Neuling im Cateringgeschäft und unterhielt ein weit gespanntes Kundennetzwerk. Erst in den vergangenen eineinhalb Jahren sei man ins Minus gerutscht, heißt es vonseiten des Vereins Altenzentrum, Träger des Caterers. „Jetzt müssen wir uns auf unsere Kernkompetenz, die Altenpflege, besinnen“, sagt die Vorsitzende des Vereins, Monika Brüning.

Nach Informationen der HAZ ist nicht auszuschließen, dass auch Altenpflegeheime betroffen sind. So belieferte „Sonnenblume“ das Bistro in einem Heim in Rethen. Dem Vernehmen nach kann jedoch die Grundversorgung der Senioren in der Rethener Einrichtung gewährleistet werden.

Andreas Schinkel

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