Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Stadt lässt Zweitbrücke über die Leine bauen

Bauarbeiten an der Brühlstraße Stadt lässt Zweitbrücke über die Leine bauen

In der Brühlstraße muss die Stadt mit Millionenaufwand eine Zweitbrücke über die Leine bauen lassen. Der Grund: Der Brückenteil für Fußgänger und Radfahrer ist so marode geworden, dass er komplett abgerissen wird. Die Nachbarbrücke soll 2016 separate Fuß- und Radwege über die Innenstadtleine führen.

Voriger Artikel
Jugendliche Sucht nach Pornos steigt
Nächster Artikel
Geburtenrekord bringt Stadt bei Krippen in Not

Die Brücke von 1781 erhält statt des maroden Anbaus einen Nachbarbau. 

Quelle: Emre Yaylagülü

Hannover. Seit 1781 trägt die historische Bogenbrücke der heutigen Brühlstraße den Verkehr über die Leine. 1951 wurde sie nach Südwesten erweitert, 1969 dann eine komplette Zweitbrücke vor dem Arbeitsamt dazugebaut, damit die Autos pro Richtung dreispurig fahren können. Die erste Erweiterung aber, auf der sich heute ein Geh- und Radweg befindet, ist jetzt so marode, dass die Stadt sie komplett abreißt und für rund eine Million Euro eine weitere Nachbarbrücke baut. In kühnem Schwung soll 2016 die dann separate Fuß- und Radwegbrücke über die Innenstadtleine führen. Der Bauausschuss hat den Planungen jetzt zugestimmt.

Kanufahrer können unter der Sandsteinbrücke allerlei Apparaturen sehen, die die Bewegung des alten Bauwerks protokollieren: Der zunehmende Schwerlastverkehr setzt den Brücken überall im Land zu. Während die Hauptbrücke aber noch hält, ist die Tragfähigkeit des 1951 angesetzten Erweiterungsbauwerks nicht mehr gegeben. Seit Längerem schon sind Geh- und Radweg nicht mehr in voller Breite nutzbar, sondern provisorisch mit Brettern gesperrt. Derweil hat die Bauverwaltung vom Stuttgarter Ingenieurbüro Engelsmann einen Entwurf für eine bogenförmige Stahlbrücke fertigen lassen, die in sechs Meter Abstand von der historischen Brücke auf einer Tiefgründung aus Großbohrpfählen gelagert werden soll. Der Abstand hat erstens den Vorteil, dass Fuß- und Radweg während der Bauzeit nutzbar bleiben, zweitens bleibt das denkmalgeschützte Hauptbauwerk als Solitär sichtbar.

Die neue Brücke wirkt den Entwürfen zufolge zierlich - auch deshalb, weil der Belag zum Teil aus Gitterrosten besteht, die einen Durchblick erlauben, trotzdem aber geeignet für Barfußläufer und Tierpfoten sein soll. Im Bezirksrat Mitte hatte es zunächst Sorgen gegeben, dass Menschen mit Höhenangst die Brücke meiden könnten - in der Mitte der Konstruktion aber ist der Belag blickdicht.

Der Stahlkörper wird weitgehend im Werk vorbereitet. Im Spätherbst beginnen die Arbeiten für die Brückenwiderlager, Mitte 2016 soll alles fertig sein. Fuß- und Radweg werden dann an der Brühlstraße leicht verschwenkt.

Ab Dienstag Behinderungen:  Auf der Brühlstraße gibt es ab Dienstag bis Mitte Oktober Behinderungen, allerdings im Abschnitt zwischen Escherstraße und Otto-Brenner-Straße in Fahrtrichtung Königsworther Platz. Dort wird der Gehweg erneuert, sodass die Sperrung einer Spur nötig ist.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Nacht der Pferde auf der Pferd & Jagd 2016

Am Freitag zeigten sich 3740 Zuschauer bei der Nacht der Pferde auf der Pferd & Jagd begeistert. Harmonie zwischen Mensch und Pferd, atemberaubende Kunststücke – 150 Pferde und 60 Akteure sorgten für Gänsehautstimmung.