Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 0 ° Gewitter

Navigation:
Stadt plant Siedlungskonzept für Biber

Schutz vor Hochwasser Stadt plant Siedlungskonzept für Biber

Stadt entwickelt Konzept zum Umgang mit Bibern – auch wegen des Hochwassers. „Es geht darum, die Ausbreitung der Biber zu begleiten, mögliche Konflikte zwischen ihnen und den Menschen im dicht besiedelten Stadtbereich zu erkennen und rechtzeitig zu vermindern“, sagt Rathaussprecher Dennis Dix.

Voriger Artikel
Das ist #meinhannover!
Nächster Artikel
Kleiderkammer wird gut angenommen

Siedlungspolitik für den Biber? Die Stadt will ihn bei der Reviersuche begleiten.

Quelle: Ronald Wittek

Hannover. Die Stadtverwaltung arbeitet an einem Bibermanagement. Damit ist allerdings nicht die Besetzung von Führungspositionen durch Nagetiere gemeint, sondern eine Art Siedlungspolitik.

Genannte Konflikte sind unter anderem dann möglich, wenn die Biber mit ihren Dammbauten in den etwa im Bereich Ricklingen diffizilen Wasserhaushalt eingreifen und hochwassergefährdete Gebiete fluten. Tonja Mannstedt, die als Expertin das Biberprojekt des Naturschutzbundes in Laatzen geleitet hat, hält es für nicht ausgeschlossen, dass die Tiere mit den scharfen Zähnen einen Damm in der Ihme errichten könnten. „Auch der Maschsee wäre ein potentielles Revier“, sagt sie.

Die Biber, die sich seit 2005 nach mehr als 200-jähriger Abwesenheit wieder nach und nach in der Region ausbreiten, sind nachtaktiv, weshalb Menschen sie kaum zu Gesicht bekommen. Ihre Spuren aber haben sie beispielsweise an der Alten Leine südlich von Hannover schon hinterlassen. Dort ist der Wasserpegel als Folge ihrer Bau- und Stautätigkeit um 1,20 Meter gestiegen; einst trockene Wiesen und Äcker im Bereich von Hemmingen und Pattensen sind nass geworden. Im Stadtgebiet wären die Auswirkungen solcher Aktivitäten möglicherweise noch größer.

Sicher ist, dass die Tiere in Hannover angekommen sind. Eine Bestandserfassung über Fraßspuren und Fotofallen durch Mitarbeiter und Freiwillige der Ökologischen Station Mittleres Leinetal hat ergeben, dass die Biber vier Reviere mit einer durchschnittlichen Länge von 3,4 Flusskilometern besiedelt haben. Sie befinden sich bei Marienwerder, Stöcken, Herrenhausen sowie im Gebiet von Schnellem Graben und Ihme. In mindestens einem davon lebt eine Familie, sodass die gesamte hannoversche Biberpopulation nach Schätzung von Mannstedt etwa ein Dutzend Köpfe stark ist. Die genauen Standorte verrät die Stadt nicht - „wir wollen Bibertourismus vermeiden“, lautet die Begründung.

Biber sind streng geschützt. Deshalb laufen Räumungsklagen ins Leere - ihre Bauten dürfen, wenn sie erst entstanden sind, nicht beseitigt werden. Zu den Zielen des Managements zählt es, dass sie an besonders sensiblen Stellen erst gar nicht tätig werden. Wie genau das vonstatten gehen soll, will die Stadt im August sagen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Anfang Juli heiratete Ernst August Erbprinz von Hannover Ekaterina Malysheva. Auf unserer Themenseite finden Sie Bilder, Videos und Berichte zur Promi-Hochzeit des Jahres in Hannover.

Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.