Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Stadt plant Taschenkontrollen auf dem Schützenfest
Hannover Aus der Stadt Stadt plant Taschenkontrollen auf dem Schützenfest
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 09.03.2017
Von Andreas Schinkel
Quelle: dpa (Symbolbild)
Anzeige
Hannover

Vor dem Beginn der Festsaison entwickeln Stadtverwaltung und Polizei Pläne, wie anstehende Großveranstaltungen besser geschützt werden können. Im Fokus steht dabei vor allem das Schützenfest. Hier plant die Stadt unter anderem Taschenkontrollen.

Während beim Maschseefest schon in den vergangenen Jahren viel Geld in neue Sicherheitstechnik investiert worden war, war das für das Schützenfest bisher ausgeblieben und soll sich jetzt ändern. So sollen zusätzliche Lampen und Lautsprecher installiert werden, um den Schützenplatz schneller räumen zu können. Gut 100.000 Euro will die Stadt aus eigenen Mitteln für den Schutz des Schützenfests aufwenden. In der Ratspolitik trifft das auf Skepsis. „Warum soll noch mehr Geld aus der Stadtkasse für ein kommerzielles Fest bezahlt werden?“, fragt CDU-Fraktionschef Jens Seidel.

Die Stadt will 80.000 Euro Steuergeld für Taschenkontrollen beim Schützenfest ausgeben. Ist das gerechtfertigt?
Ergebnis ansehen
Diese Online-Umfrage ist nicht repräsentativ.
Die Stadt will 80.000 Euro Steuergeld für Taschenkontrollen beim Schützenfest ausgeben. Ist das gerechtfertigt?
So haben unsere Leser abgestimmt
Diese Online-Umfrage ist nicht repräsentativ.

Anlass für die Sicherheitsvorkehrungen beim Schützenfest ist eine „abstrakte Gefährdungslage durch islamistisch motivierte Anschläge“ in Deutschland, wie es in einer Vorlage der Verwaltung heißt. Hierbei seien vor allem Großveranstaltungen mit hohem Symbolwert ein mögliches Ziel. Bereits nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt im Dezember hatte die Stadt angekündigt, über den Schutz der hannoverschen Feste neu nachzudenken.

Kostspieligste Maßnahme beim Schützenfest sind die Taschenkontrollen an den Fest-Zugängen. Sie allein schlagen mit 80.000 Euro zu Buche. Die Stadt will einen Sicherheitsdienst mit den Kontrollen beauftragen. Zudem soll eine Veranstaltungsleitung zusammen mit der Polizei gebildet werden. Auch weiterführende Verkehrsmaßnahmen sind geplant. Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) wird das neue Sicherheitskonzept am kommenden Donnerstag in seinem Ausschuss vorstellen.

Insgesamt kostet der neue Sicherheitsaufwand 173.000 Euro. Der Verein Hannoversches Schützenfest, Organisator des Traditionsfests, soll sich an den Zusatzkosten beteiligen, ebenso die Schausteller durch ihre Standmiete. Mehr als die Hälfte der Kosten (106.000 Euro) wird die Stadt Hannover tragen. Erst im vergangenen Jahr hat die Stadt einen jährlichen Etat von 125.000 Euro eingerichtet, um dem Schützenfest neuen Schwung zu geben. Schausteller klagen über zunehmenden Besucherschwund.

Die CDU kritisiert den Einsatz von noch mehr Steuergeld für das Schützenfest. „Wohin sind eigentlich die Gebühren der Schausteller geflossen?“, will Fraktionschef Seidel wissen.

Beim Maschseefest machen die Kosten für Sicherheitsvorkehrungen schon jetzt einen sechsstelligen Betrag aus, nicht eingerechnet die zahlreichen Polizeistreifen. „Wir werden in Sachen Sicherheit voraussichtlich denselben Aufwand wie im vergangenen Jahr betreiben“, sagt Festorganisator Hans Nolte von der Hannover Veranstaltungsgesellschaft (HVG). Zusätzliche Lampen und Lautsprecher, die von einem eigenen Generator betrieben werden, hat die HVG bereits vor einigen Jahren installiert. Hintergedanke war damals vor allem, einer Massenpanik vorzubeugen, wie sie 2010 bei der Loveparade in Duisburg ausgebrochen war.

Das Wichtigste aus Hannover und der Region lesen Sie auch heute wieder in unserem HAZ-Morgenticker. Heute: Wirtschaftsminister Olaf Lies stellt Maßnahmen zur Förderung von Start-ups vor, Salon Herbert Royal tritt im TAK auf und die Direktorin der Stadtbibliothek blickt auf die Messegründung in Hannover zurück. 

06.03.2017
Aus der Stadt Theologische Hochschule Mexico - Käßmann bekommt Ehrendoktor

Margot Käßmann, Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland und ehemalige hannoversche Landesbischöfin, ist mit der Ehrendoktorwürde der Theologischen Hochschule Mexico ausgezeichnet worden.

05.03.2017
Aus der Stadt Ungereimtheiten bei Begründung - Warum erhöht aha seine Gebühren?

Seine Gebührenerhöhung um 14,5 Prozent begründet der Entsorger aha unter anderem mit einem sinkenden Papierpreis – dabei hält ein Vertrag den seit einer Weile stabil. Wie viel Geld der Abfallwirtschaftsbetrieb derzeit für das Altpapier erhält, wollte eine Sprecherin auf Nachfrage nicht sagen.

Mathias Klein 08.03.2017
Anzeige