Hannover. „Das war ein langwieriges Verfahren, bei dem auch die Ratsgremien zustimmen mussten“, sagt Stadtbaurat Uwe Bodemann. Nutznießer ist der Carsharing-Anbieter Stadtmobil, der insgesamt 156 Fahrzeuge in Hannover bereithält. „Auf den neuen Stellflächen inmitten belebter Stadtteile fallen unsere Autos besonders auf“, sagt der Geschäftsführer von Stadtmobil, Harald Zielstorff. Zudem habe man in den dicht besiedelten Vierteln kaum noch private Parkflächen gefunden.
Die Stadt betont, dass das Beispiel Schule machen könnte. „Der rechtliche Weg, den wir für die Umwidmung beschritten haben, kann anderen Kommunen als Modell dienen“, meint Bodemann. Auch eine Ausweitung der Teilauto-Plätze in Hannover will der Baudezernent nicht ausschließen. Allerdings müsse man dabei auf „Zielkonflikte“ mit Anwohnern gefasst sein. „Denn die Teilauto-Plätze sollen ja in jenen Quartieren entstehen, in denen es ohnehin wenig Parkraum gibt“, sagt Bodemann. Aus den Bezirksräten habe es im Vorfeld der aktuellen Umwidmung keine Proteste gegeben. Vorsorglich wurde an den sechs neuen Teilauto-Standorten ein Schild angebracht, auf dem unter anderem der Satz zu lesen ist: „Das Carsharing-Fahrzeug ersetzt fünf bis sieben private Pkw.“
Der Stadtmobil-Chef erwartet, dass die Stadt künftig weitere öffentliche Parkplätze für Teilautos reserviert. Denn die Nachfrage sei groß, sagt Zielstorff. Auch der Konkurrent Volkswagen, der unter dem Namen Quicar ebenfalls ein Teilauto auf den hannoverschen Markt geschoben hat, könnte zum Zuge kommen. „Wenn ein anderer Anbieter nachfragt, werden wir das prüfen“, sagt Baudezernent Bodemann.
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