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Aus der Stadt Stadt schafft Winternotquartier für Obdachlose
Hannover Aus der Stadt Stadt schafft Winternotquartier für Obdachlose
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21:16 16.01.2017
Von Jutta Rinas
In diesem ehemaligen Möbelmarkt am Alten Flughafen richtet die Stadt Notschlafplätze für Obachlose bei der Kälte ein. Quelle: Archiv
Hannover

Die Plätze seien ein „Winternotprogramm“, das nur übergangsweise angeboten werden solle, hieß es Montag. Die Schlafplätze würden jetzt schon von einer Handvoll von Betroffenen genutzt, die abends in die Unterkunft kämen und sie morgens wieder verließen.

Die Gruppe Die Linke/Piraten hatte in dem Ausschuss den Antrag gestellt zu prüfen, ob leer stehende Flüchtlingsunterkünfte im Winter nicht auch als Schlafstätten für Obdachlose genutzt werden können. Das Thema hatten zuvor schon andere Fraktionen für sich beansprucht – solche, die kaum gegensätzlicher sein könnten. So hatten „Die Hannoveraner“ erst unlängst beantragt, leer stehende Flüchtlingsunterkünfte für Obdachlose zu nutzen und zusätzlich gefordert, die Sozialarbeiter, die sich zuvor um Asylsuchende gekümmert hätten, könnten dann Obdachlose betreuen. Im Stadtbezirksrat Mitte hat die CDU einen entsprechenden Antrag gestellt, der in der Sitzung am 23.  Januar behandelt werden soll.

Die Anträge unterscheiden sich lediglich in Bezug auf die Wahl der Orte: So fordern „Die Hannoveraner“, das Containerdorf auf dem Waterlooplatz als Schlafstätte für Obdachlose auszuschließen. Es solle, wenn nicht mehr benötigt, geschlossen werden, weil sich viele Bürger sowieso an den Bauten auf dem Platz störten. Die CDU im Bezirksrat Mitte dagegen setzt explizit auf das Containerdorf am Waterlooplatz. Dort hat die Stadt jetzt schon ein Sleep-in mit knapp 30  Plätzen für unangemeldete Asylsuchende eingerichtet. Im Containerdorf wohnen nach Angaben der Stadt derzeit nur 70 Menschen, ausgelegt sind die umstrittenen Wohnmodule für bis zu 120   Flüchtlinge. Auch andere Flüchtlingsheime in Hannover sind keineswegs ausgelastet.

Es sei nicht sinnvoll, ein gemeinsames Sleep-in für Geflüchtete und Obdachlose in dem Containerdorf am Waterlooplatz einzurichten, hieß es Montag vonseiten der Verwaltung. Es sei zu ungewiss, ob beide Gruppen überhaupt zueinander passten. Auch die anderen hannoverschen Flüchtlingsunterkünfte kämen fast alle nicht für so ein Notprogramm infrage, weil sie nicht komplett leer stünden.

Die einzige Ausnahme bildeten die drei ehemaligen Notunterkünfte im Deutschen Pavillon, im ehemaligen Baumarkt an der Badenstedter Straße und eben am Alten Flughafen, die die Stadt für einen erneuten Flüchtlingszustrom noch einige Jahre weiter vorhalten werde. Diese drei Notunterkünfte habe man in Bezug auf die Eignung für Obdachlose geprüft – und sich am Ende für den Standort in dem ehemaligen Möbelmarkt an der Straße Alter Flughafen entschieden. Die Stadt sei insgesamt in Sachen Obdachlosenunterkünfte breit aufgestellt, es handele sich hier um eine „Übergangsnotunterbringung“ in den kalten Tagen.

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