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Aus der Stadt Stadt sieht sich für Pegelhöchstand gerüstet
Hannover Aus der Stadt Stadt sieht sich für Pegelhöchstand gerüstet
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00:15 31.07.2017
Von links: Ministerpräsident Stephan Weil, Umweltminister Stefan Wenzel und Feuerwehrdezernent Harald Härke. Quelle: Kutter
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Hannover

Am Freitagmorgen haben Ministerpräsident Stephan Weil, Umweltminister Stefan Wenzel und Feuerwehrdezernent Harald Härke ihre Einschätzungen zum erwarteten Scheitelpunkt des Hochwassers zwischen Freitagabend und der Nacht zum Sonnabend abgegeben. Die Stadt Hannover und die Feuerwehr sehen sich für die weiterhin herannahenden Wassermassen aus dem Süden vorbereitet: „Bis zum Pegelstand von sechs Metern sollte das Wasser kein Problem sein“, sagte Härke. „Die Lage ist insgesamt entspannter als bei den vergangenen Hochwassern 2013 und 2003“, sagte der Feuerwehrdezernent. Dass das Hochwasser die sechs-Meter-Marke übersteigt, glauben die Beteiligten nicht.

Die Flutwelle der Leine aus dem Harz erreicht Hannover. 

Die Einsatzkräfte seien auf das Erreichen des Scheitelpunktes vorbereitet: In Ricklingen wurden die Deichtore geschlossen, um das Wasser aus dem Stadtteil fernzuhalten. Die Feuerwehr bittet Anwohner und Schaulustige, die Deiche wegen der Überlastung nicht zu betreten. „Wir haben aus den letzten Hochwassern gelernt“, sagte Härke. Obwohl es derzeit keine größeren Einsätze gäbe, sei die Feuerwehr stetig auf Erkundungsfahrten, um die Lage zu kontrollieren.

Ministerpräsident Weil und Umweltminister Stefan Wenzel hoben die baulichen Schutzmaßnahmen im Stadtgebiet hervor: Mit rund 30 Millionen Euro wurde unter anderem die Benno-Ohnesorg-Brücke zwischen der Calenerger Neustadt und Linden-Mitte saniert. Außerdem zeigten die Aushebungen am Ihme-Ufer an der Glocksee Wirkung: Trotz überfluteter Wiesen und Wege, würden die Schutzmaßnahmen vor größeren Überschwemmungen schützen.

Welchen Schaden das Wasser bisher angerichtet hat, ist noch nicht klar. „Das kann noch ein paar Tage dauern“, sagte Weil. Man habe einen Stab eingerichtet, der eine Bilanz aufstellen soll. „Hannover ist bis jetzt glimpflich davongekommen“, so Weil weiter. Es werde geprüft, ob das Land den betroffenen Kommunen finanziell zur Seite springt.

„Das vermehrte Vorkommen von Dauerregen stellt uns vor eine schwierige Situation“, sagte Umweltminister Stefan Wenzel. „Die Anforderungen an den Hochwasserschutz werden immer höher.“ Da viele Talsperren im Harz beim Einsetzen des Dauerregens zu Beginn der Woche fast leer waren, konnten so noch größere Schäden verhindert werden.

von Manuel Behrens

30 Millionen Euro hat die Stadt investiert, um die Ihme abzugraben, die Benno-Ohnesorg-Brücke zu verlängern und Deiche zu erneuern. Anfangs gab es Kritik für das 30 Millionen teure Projekt, mittlerweile ist diese verstummt.

Andreas Schinkel 31.07.2017

Die Flutwelle aus dem Harz hat sich vor Hannover abgeschwächt. Der Pegelstand Herrenhausen ist in der Nacht zu Freitag noch einmal um 9 Zentimeter gestiegen auf 5,55 Meter (Stand 6 Uhr). Am Vormittag erreichte der Pegelstand die 5,65 Meter-Marke (Stand 9 Uhr). Wahrscheinlich wird das Wasser nur noch wenige Zentimeter steigen.

Conrad von Meding 31.07.2017

Ein neuer Geschäftsführer soll die Öko-Bäckereien der Kette Doppelkorn übernehmen - das sorgt hinter den Kulissen für Ärger. Am Donnerstag blieben die Filialen geschlossen. Die Hintergründe dafür sind nicht eindeutig. Bisher ist zumindest kein Insolvenzverwalter bestellt. Mitarbeiter sollen auf ihre Löhne warten. 

Gunnar Menkens 19.02.2018
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