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Ein Kunstrasenplatz für jeden Stadtbezirk

Sportpolitik Ein Kunstrasenplatz für jeden Stadtbezirk

Die Ampel-Mehrheit im Rat (SPD, Grüne, FDP) fordert mehr Kunstrasenplätze für Hannover. Ziel sei es, jeden Stadtbezirk mit einem Kunstrasenplatz auszustatten. Die Verwaltung soll einen Plan entwickeln. Die CDU will sogleich 1,2 Millionen Euro zur Verfügung stellen, scheitert aber an der Mehrheit.

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Kunstrasenplätze haben klare Vorteile, meint die Mehrheit im Rat.

Quelle: Ahrndt Karl-Heinz

Hannover. Als "sportpolitisches Großprojekt" bezeichnet Angelo Alter, Sportexperte der SPD, das Kunstrasen-Förderprogramm. Mehrere Millionen Euro dürfte es am Ende kosten, Naturrasenflächen in Kunstbeete umzuwandeln. Aber die Vorteile liegen nach Ansicht der SPD auf der Hand. "Rasenflächen werden 400 bis 800 Stunden im Jahr genutzt, Kunstrasen-Anlagen 2000 bis 2500 Stunden", sagt Alter. Auch die Pflegekosten für die Plastikhalme seien deutlich geringer.

Die CDU kann über den Vorstoß nur müde lächeln. "Das ist eine ganz alte Forderung von uns, die Rot-Grün immer abgelehnt hat", sagt Sportpolitiker Thomas Klapproth. Seine Partei wolle nicht erst um ein Konzept bitten, sondern sogleich Geld zur Verfügung stellen. Aus einem jährlichen Topf von 1,2 Millionen Euro könnten Zuschüsse an alle Vereine fließen, die einen Kunstrasen benötigen. Der Antrag der Christdemokraten findet aber keine Mehrheit im Sportausschuss.

Die Grünen stellen eine weitere sportpolitische Idee des Ampelbündnisses vor. "Die Inliner-Route zwischen südlicher und nördlicher Eilenriede wollen wir schließen", sagt Grünen-Sportpolitiker Mark Bindert. Das seien nur 650 Meter, die asphaltiert werden müssten. Bisher waren Inlineskater gezwungen, ihre Rollschuhe auszuziehen und die kurze Strecke zu laufen. 80 000 Euro stellt das Ampel-Bündnis für die Bauarbeiten zur Verfügung. Jedoch muss der Eilenriedebeirat noch dem Vorhaben zustimmen. Der dürfte über eine neue Asphaltstrecke im Stadtwald wenig begeistert sein.

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