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Vereine können Turnhallen am Wochenende nutzen

Breitensport Vereine können Turnhallen am Wochenende nutzen

Tischtennis-Schnupperkurs am Sonnabend, Familien-Badminton am Sonntag – sechs Sporthallen Hannovers sind künftig auch am Wochenende geöffnet. In den beiden Sporthallen der IGS Mühlenberg soll werktags bis Mitternacht geturnt werden dürfen. Das sei eine Entlastung, sagt der Stadtsportbund.

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Angebote für Spaß und Bewegung soll es in ausgewählten Hallen in Hannover auch an Wochenenden geben.

Quelle: mario adam

Hannover. „Das entlastet die Sportvereine“, sagt Rita Girschikofsky, Präsidentin des Stadtsportbunds. Zwar stünden viele Schulsporthallen bereits an Wochenenden offen, jedoch meist nur für Punktspiele. „Der Bedarf ist da“, sagt Rolf Jägersberg, Vorsitzender des VfL Eintracht in der Südstadt. Er werde jetzt überlegen, welche Kurse an Wochenenden in der benachbarten Sporthalle der Elsa-Brändström-Schule stattfinden können. Auch Hallensportfeste seien denkbar, sagt der Vereinschef.

Der Stadtsportbund hatte die Idee vor einigen Monaten ins Gespräch gebracht. Damals fürchteten die Sportvereine, dass immer mehr Flüchtlinge in Schulsporthallen untergebracht werden. Tatsächlich wurden rund ein Dutzend Hallen belegt, der Vereinssport musste verlagert werden. Man suchte nach Möglichkeiten, wie die restlichen Kapazitäten erweitert werden könnten. Inzwischen kommen immer weniger Asylsuchende nach Hannover, sodass die Stadt alle belegten Turnhallen bis zu den Sommerferien räumt.

Neben der Elsa-Brändström-Schule sollen folgende Hallen ihre Türen an Wochenenden öffnen: die Sporthalle II des Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasiums, die Halle der Herschelschule, die Sportstätte der Glockseeschule, die Halle der Grundschule In der Steinbreite und die Turnhalle an der Voltmerstraße. Zudem erweitert die Stadt die Trainingsmöglichkeiten in den beiden großen Sporthallen der IGS Mühlenberg. Montags bis freitags kann dort jeweils bis Mitternacht trainiert werden. Los geht es mit dem Wochenend- und Nachtsport in der Wintersaison 2016/17, also ab Oktober.

Die Stadt testet die zusätzlichen Trainingsmöglichkeiten für zwei Jahre. Danach soll der Versuch bewertet werden. Mit dem Angebot gewinne man 60 Trainingsstunden pro Wochenende, heißt es in einem Bericht der Verwaltung, der gestern im Sportausschuss vorgestellt wurde. 20 zusätzliche Trainingsstunden pro Woche ermögliche die verlängerte Öffnungszeit der Hallen in der IGS Mühlenberg. Zusätzlicher Personalaufwand sei nicht nötig. Sollte sich aber die Ratspolitik entscheiden, weitere Hallen in Hannover sonnabends und sonntags zu öffnen, sei mehr Personal nötig, betont die Verwaltung.

Ganz überzeugt vom zusätzlichen Angebot scheint man im Rathaus nicht zu sein. Die Stadt rechnet vor, dass von den insgesamt 152 Sporthallen in Hannover bereits bis zu 99 an Sonnabenden und bis zu 75 an Sonntagen für den Turnier- und Trainingsbetrieb geöffnet haben (Stand: Winter 2015/16). Ohnehin können „nahezu alle Nachfragen zu Trainingszeiten am Wochenende wunschgemäß bedient werden“, heißt es weiter im Bericht.

Der Stadtsportbund ist sich sicher, dass der Bedarf an zusätzlichen Trainingszeiten steigen werde, wenn das Angebot greift. In der Ratspolitik wird der Versuch mit den zusätzlichen Wochenendzeiten begrüßt. „So müssen sich nicht alle Trainingsstunden auf die Werktage konzentrieren“, sagt Grünen-Sportpolitiker Mark Bindert. In anderen Städten hätten Hallen fast rund um die Uhr geöffnet. „Die Vereine brauchen mehr Hallenzeiten, daher trägt der Versuch zur Entspannung bei“, sagt CDU-Sportpolitiker Thomas Klapproth. Die Idee hätte man schon früher umsetzen können, meint FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke.

Flüchtlinge verlassen Sporthallen

Alle Sporthallen, in denen jetzt noch Flüchtlinge untergebracht sind, lässt die Stadt bis Ende des Monats räumen. Die Menschen ziehen in komfortablere Quartiere, die mehr Privatsphäre bieten. Insgesamt musste nur ein Dutzend von mehr als 150 Hallen in Hannover als Notquartier für Asylsuchende dienen. Frei sind bereits die Hallen der IGS Linden in der Badenstedter Straße und der IGS Büssingweg. Flüchtlinge wohnen derzeit noch in der Halle der Goetheschule am Franziusweg, in der Sportstätte der Grundschule Kastanienhof an der Harenberger Straße, in der Turnhalle Voltmerstraße, in der Sporthalle der Grundschule Kestnerstraße sowie in den beiden Hallen in der Fröbelstraße. Einige Turnhallen wurden schon im Winter geräumt.

Nach dem Auszug werden alle Hallen gereinigt. Man erwarte, dass die Turnhallen nach den Sommerferien dem Schul- und Vereinssport wieder uneingeschränkt zur Verfügung stehen, heißt es vonseiten der Stadt.asl

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