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Das sind Hannovers erste offizielle Pfandringe

Pilotprojekt der Stadt Das sind Hannovers erste offizielle Pfandringe

In der List, in Linden und am Steintor gibt es seit Donnerstag sogenannte Pfandringe. Mit den Spezialbehältern soll Flaschensammlern geholfen werden. Das Pilotprojekt läuft ein Jahr.

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Diese Pfandringe gibt es jetzt an drei Standorten in Hannover.

Quelle: HAT-TV/Sommer

Hannover. Lange wurde über sie debattiert - nun sind sie da: An drei Standorten im Stadtgebiet gibt es seit Donnerstag öffentliche Pfandbehälter, in denen leere Flaschen abgestellt werden können. Damit soll sozial bedürftigen Menschen, geholfen werden, die Pfandflaschen sammeln, um ihre finanzielle Lage zu verbessern. „Wir möchten sie unterstützten“, sagt Sozialdezernentin Konstanze Beckedorf. Sie war gestern zur Installation der sogenannten Pfandringe gekommen, die fortan neben der Treppe zur U-Bahn-Station am Lister Platz zu finden sind. Auch am Steintor und in der Limmerstraße in Linden wurden diese Behälter an Straßenmasten und Laternenpfählen montiert.

Die Stadt und der Abfallwirtschaftsbetrieb Aha haben damit ein zunächst auf ein Jahr befristetes, rund 21 000 Euro teures Pilotprojekt gestartet, das sozialwissenschaftlich begleitet wird. Jede Woche besucht eine Mitarbeiterin des Karl-Lemmermann-Haus einen der drei Standorte, um zu beobachten, wie die Pfandringe genutzt werden. „Wir werden auch mit den Menschen vor Ort sprechen - mit den Sammlern und mit denen, die die Flaschen abgeben“, erklärt Harald Bremer, Geschäftsführer des Karl-Lemmermann-Hauses. Ziel sei, verlässliche Daten zu gewinnen, welche Personengruppe durch die Pfandflaschen ihr Einkommen aufbessert. „Das sind längst nicht nur Wohnungslose.“ Je mehr man über die Sammler wisse, desto gezielter ließen sich weitere Hilfen anbieten.

Die Pfandringe sind umstritten, weil Kritiker meinen, die Armut der Betroffenen werde institutionalisiert. Befürworter argumentieren, den Sammlern werde das würdelose Wühlen in Müllcontainern erspart. Beckedorf bezeichnet das Projekt als „grenzwertig“. Es sei eine Realität, dass die finanziellen Hilfssysteme für manche nicht ausreichten. Dies aber sei ein Problem auf Bundesebene und nicht von den Kommunen zu lösen.

Die Initiative für die Pfandringe ging vom Bezirksrat Linden-Limmer aus. Der Rat der Stadt hatte sich im Oktober 2015 angeschlossen und die Verwaltung mit einem Konzept beauftragt. Die von Aha entwickelten und vom TÜV geprüften Flaschenhalter aus Edelstahl können jeweils drei Flaschen aufnehmen. An jedem der Standorte werden vier der vertikalen Sammelbehälter aufgehängt.

 

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