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Aus der Stadt Jugendleiter kommen zur großen Juleica-Party
Hannover Aus der Stadt Jugendleiter kommen zur großen Juleica-Party
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14:54 29.11.2014
Von Rüdiger Meise
Nadja Teßmer hat die Initiative „Handicap Kickers“ mit aufgebaut. Quelle: Kleinschmidt
Hannover

Am Freitag bedankten sich Stadt und Region für dieses Engagement – mit der jährlichen Juleica-Party im VIP-Bereich der HDI-Arena. Der Name Juleica ist von der Jugendleiter-Card abgeleitet. Seit fünf Jahren findet die Dankeschön-Party in den exklusiven Räumen des Stadions statt.

Rund 400 Jugendleiter waren gekommen, schauten sich bei Führungen das Stadion an, spielten Mini-Tischtennis und Tipp-Kick, hörten die Musik der Band Leaves & Trees, die dieses Jahr den landesweiten Bandwettbewerb „Musikrausch“ gewonnen hat, sahen Breakdance-Vorführungen, aßen Currywurst und tranken alkoholfreie Cocktails. Besonders beliebt: Caipirinha. „Der ist ziemlich süß“, sagte einer der jugendlichen Barkeeper. „Darauf stehen Jugendliche.“

„Wir müssen den jungen Leuten für ihr Engagement danken, ohne sie wäre unsere Region trostloser“, sagte Regionspräsident Hauke Jagau. Und Hannovers Bürgermeister Thomas Hermann betonte, dass freiwilliges Engagement auch Spaß machen muss. „Natürlich wollten die Ehrenamtlichen den Jugendlichen, die sie betreuen, etwas bieten, aber sie sollen auch etwas zurückbekommen für ihren Einsatz.“ Mit dieser Party wollen Stadt und Region einen Beitrag dazu leisten.

Am Ende des Abends stand am Ausgang ein Dankeschön-Beutel für die Teilnehmer bereit. Inhalt: Ein T-Shirt, ein Mauspad, ein Ball, Gutscheine für das Sea Life, Kugelschreiber – und ein Handbuch zum Mixen alkoholfreier Cocktails, damit jeder seinen Caipirinha daheim mischen kann. „Jeder nur einen Beutel“, rief Michael Benkowitz aus Burgdorf ins Mikrofon. Der Kreisjugenddiakon hatte den Abend moderiert.

Der Sportliche

Jakob Kerres, 19 Jahre, aus Hemmingen, absolviert ein Freiwilliges Ökologisches Jahr beim Erlebnissport-Verein „Canu Abenteuer Natur“ (Can). Er organisiert Kanutouren auf der Leine und betreut Kletterwände und Hüpfburgen bei öffentlichen Veranstaltungen, zuletzt beim Tag der Deutschen Einheit am Maschsee. „Ich wollte nach der Schule einfach was völlig anderes machen“, sagt er. „Mit 17 habe ich jung Abitur gemacht – da habe ich mir diese Zeit einfach genommen.“

Der Flexible

Jan Brauer, 18 Jahre, aus Wunstorf, arbeitet im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes bei der Stadt Wunstorf. Er hilft, wo es nötig ist: in Kindergärten, Jugendzentren oder Horten. Mit 16 Jahren hat er seine Jugendleiter-Card bekommen. Er hat Freizeiten an der Ostsee, im Harz und am Steinhuder Meer mitorganisiert. Am meisten Spaß macht ihm die Betreuung von Kindern im Jugendzentrum Bokeloh, wo er wohnt. „Mit zwölf Kindern kochen wir da gemeinsam und geben Hausaufgabenhilfe.“

Die Inklusive

Nadja Teßmer, 25 Jahre, aus der Nordstadt, hat die Initiative „Handicap Kickers“ mit aufgebaut. Inzwischen spielen in Burgdorf, Bennigsen und Hemmingen insgesamt rund 80 Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung gemeinsam Fußall. „Es gibt kein vergleichbares Angebot in der Region“, sagt Teßmer, die als Erzieherin bei der Stadt Hannover arbeitet. „Unglaublich viel Spaß“ mache es, zu sehen, wie glücklich selbst keine Erfolgserlebnisse die Kinder machen.

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