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Stadt verbietet Baum zu fällen - Sturm reißt ihn um

Hannoveraner räumen nach Xavier auf Stadt verbietet Baum zu fällen - Sturm reißt ihn um

Ein Baum durfte wegen der Baumschutzsatzung nicht gefällt werden - kippte aber beim Sturm "Xavier" um und versperrte danach eine Sackgasse. Die Stadt sagt: "80 Prozent der Bürger-Anträge werden genehmigt."

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Keine Fällerlaubnis, aber die Pflicht zur Entsorgung: Die Reste der Birke im Heideviertel.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. Vor einer Woche hat „Xavier“ gewütet und jede Menge Bäume gefällt. Viele Eigenheimbesitzer mit Garten müssen sich nun darum kümmern, dass die Reste verschwinden.

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Dietmar Kampowski aus dem Heideviertel findet das auch grundsätzlich in Ordnung - er ärgert sich allerdings über Hannovers Baumschutzsatzung. „Wir hatten eine rund 15 Meter große Birke am Anfang unserer kleinen Sackgasse“, berichtet der Senior. Diese sei mit den Jahren sehr stark mit Efeu zugewachsen, sodass Kampowski bereits vor fünf Jahren beim Grünflächenamt vorstellig wurde und um Erlaubnis bat, den Baum zu fällen. „Ich habe den stark bewachsenen Baum in dieser Größe zunehmend für eine Gefahr gehalten.“ Die Stadt lehnte mit Verweis auf die Baumschutzsatzung ab. „Wahrscheinliche gehe keine Gefahr von der Birke aus“, hieß es im Ablehnungsbescheid. In der vergangenen Woche ist die Birke umgestürzt: Der Sturm hat sie gefällt. Personen kamen nicht zu Schaden, allerdings blockierte der Stamm einen Tag lang die Ein- und Ausfahrt der Straße.

Material selbst entsorgen

Erst am Abend des stürmischen Donnerstags kam die Feuerwehr ins Heideviertel - das Material aber sollte Kampowski selber entsorgen, hieß es. Eine nachbarschaftliche Kettensägenaktion machte schließlich den Weg wieder frei. „Ich kann schlecht nachvollziehen, dass ich meinen Baum nicht fällen darf, aber nach dem Umsturz entsorgen muss“, sagt Kampowski.

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Hanne Behre aus Groß-Buchholz kennt ähnliche Probleme. „Rund um die Gehägestraße sind im Sturm etliche Bäume umgekippt.“ Viele Anlieger hätten zuvor bereits ersucht, Bäume und Äste zurückschneiden zu dürfen - ohne Erfolg. „Wir mögen hier alle Bäume“, sagt Behre. Aber manch große oder angegriffene Exemplare machten einfach nur Angst.

Stets Einzelfallprüfung

Grundsätzlich sind im Stadtgebiet alle Laubbäume mit einem Stammumfang von 60 Zentimetern und alle Nadelbäume mit einem Stammumfang von 80 Zentimetern geschützt. Einzelbäume der Arten Eibe, Rotdorn, Weißdorn, Stechpalme und Maulbeere sind bereits ab 30 Zentimeter Stammumfang geschützt. Verboten sind Entfernungen, Beschädigungen, Beeinträchtigungen oder Veränderungen der typischen Erscheinungsform eines geschützten Gehölzes. „An schützenswerten Bäumen ist das Entfernen von gesunden Ästen ab einem Durchmesser von 10 Zentimetern genehmigungspflichtig“, sagt Stadtsprecher Dennis Dix. Das bedeute im Umkehrschluss, dass schwächere Äste ohne Antrag entfernt werden dürften. Unabhängig davon gebe es stets eine Einzelfallprüfung.

„Statistisch wurden in den vergangenen Jahren im Schnitt 80 bis 85 Prozent der Anträge positiv beschieden“, betont Dix. Es sei daher keine überzogen strenge Auslegung der Baumschutzsatzung ersichtlich. Zudem könnten Extremwetterereignisse - wie der Orkan Xavier - immer zu unvorhersehbaren Schäden an Bäumen führen. „Dies betrifft leider auch gesunde Bäume und Bäume an denen Pflegeschnitte vorgenommen werden.“

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