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Stadt verhindert Bau von Studentenheim

Lärmschutz Stadt verhindert Bau von Studentenheim

Die Stadt will einem Investor den Bau eines Wohngebäudes auf dem alten Güterbahnhofsgelände am Weidendamm untersagen. Begründet wird das mit der Nähe zu einer vielbefahrenen Gleiszufahrt zum Hauptbahnhof. Auf der anderen Seite der Trasse befindet sich ein Conti-Produktionsstandort.

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Die Suche nach bezahlbaren Wohnungen fällt Studenten in Hannover schwer. Trotzdem soll ein neues Wohnheim nicht gebaut werden. 

Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. Die letzte Sitzung des streitbaren Bauausschusses vor der Kommunalwahl bot noch einmal Zündstoff: Die Stadt will einem Investor den Bau eines Wohngebäudes auf dem alten Güterbahnhofsgelände am Weidendamm untersagen - wie sich herausstellte, sollte es um ein privates Studentenwohnheim gehen. Steilvorlage für CDU-Ratsherrn Felix Blaschzyk angesichts Tausender Studenten, die auf der Warteliste des Studentenwerks stehen. „Wir brauchen jede Wohnung für Studenten“, sagte Blaschzyk und kritisierte, dass die rot-grüne Mehrheit einerseits Wohnbauprogramme auflege, andererseits Investoren behindere. Allerdings wollten nicht einmal Linke oder FDP der Kritik folgen - der Standort sei schlicht nicht geeignet fürs Wohnen, befanden auch FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke und Linken-Fraktionschef Oliver Förste.

Das Grundstück liegt direkt an der vielbefahrenen Gleiszufahrt zum Hauptbahnhof. Auf der anderen Seite der Trasse befindet sich ein Conti-Produktionsstandort. Stadtbaurat Bodemann deutete an, es gehe auch darum, das Unternehmen vor Lärmklagen von späteren Anwohnern zu schützen - schließlich sei die Conti zuerst dagewesen. Blaschzyk sagte, nach Auskunft von Fachleuten könne man mithilfe einer Lärmschutzwand solchen Problemen vorbeugen, setzte sich aber nicht durch: Grünen-Fraktionsvize Michael Dette und SPD-Baupolitiker Ewald Nagel blieben dabei, dass „in dieser absoluten Insellage“ kein guter Wohnstandort entstehen werde.

Streit gab es auch um die Frage, ob das Land genug für den Bau von Studentenwohnheimen tue. Die CDU wollte, dass der Rat das Land auffordert, wieder Förderprogramme für den Bau von Wohnheimplätzen für Studenten aufzulegen. „Als der Ministerpräsident Stephan Weil noch Oberbürgermeister war, hat er keine Gelegenheit ausgelassen, vom Land mehr Geld für Wohnungsbau zu fordern. Jetzt hat seine Regierung diese Förderung gestrichen“, stichelte er. Tatsächlich teilt das Studentenwerk diese Kritik. Rot-Grün hingegen betonte, dass derzeit mehrere Studentenunterkünfte gebaut würden, auch von der städtischen GBH.

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