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Stadt will Elektromobilität voranbringen

Klimaschutz Stadt will Elektromobilität voranbringen

Wie das gesamte Bundesgebiet hinkt Hannover eigenen Ansprüchen in Sachen Elektromobilität hinterher. Deshalb will die Stadt mehr tun. Geprüft werden soll jetzt zum Beispiel, ob im Fuhrpark der Stadtverwaltung, wo die Stromer bisher eine untergeordnete Rolle spielen, mehr Elektrofahrzeuge eingesetzt werden können.

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Geprüft werden soll, ob im Fuhrpark der Stadtverwaltung mehr Elektrofahrzeuge eingesetzt werden können.

Quelle: dpa

Hannover. Weil das Förderprogramm „Schaufenster Elektromobilität“ der Metropolregion Hannover ausgelaufen ist, will die Stadt in die Bresche springen. Die Verwaltung hat den Umweltausschuss des Rates über die Grundsätze eines Konzepts informiert, das in diesem Jahr ausgearbeitet wird. Eine Prämisse: „Wir haben nur begrenzte finanzielle Mittel, um die Elektromobilität zu fördern. Die Stadt kann aber ein entsprechendes Umfeld schaffen“, sagte Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette.

Wie das gesamte Bundesgebiet hinkt Hannover eigenen Ansprüchen in Sachen Elektromobilität hinterher. Im Masterplan für den Klimaschutz heißt es, im Jahr 2050 sollen 30 Prozent aller Personenwagen und 40 Prozent aller Nutzfahrzeuge in der Landeshauptstadt Stromer sein. Aktuell sind aber nur 490 Fahrzeuge dieses Typs zugelassen, was einem Anteil von ganzen 0,18 Prozent an der Gesamtzahl entspricht. „Um ambitionierte Ziele zu erreichen, sind in der Stadtverwaltung und darüber hinaus erhebliche Anstrengungen erforderlich“, heißt es in der Informationsvorlage aus dem Rathaus. Dabei wird nicht nur auf förderliche Auswirkungen auf den Klimaschutz verwiesen, sondern auch auf Lärmbelastung und Luftqualität.

Geprüft werden soll, ob im Fuhrpark der Stadtverwaltung, wo die Stromer bisher ebenfalls eine untergeordnete Rolle spielen, mehr Elektrofahrzeuge eingesetzt werden können. Das betrifft nicht nur Personenwagen, sondern auch Lastenfahrräder mit elektronischer Tretkraftunterstützung. Die Stadt will hier eine Vorbildrolle einnehmen. „Wirksam wäre es, wenn der Oberbürgermeister mit gutem Beispiel vorangeht“, sagte Wilfried Engelke (FDP). Das konnte Tegtmeyer-Dette zumindest teilweise kontern: „Sein neues Dienstfahrzeug ist bestellt, es wird ein Hybrid VW Passat GTE.“ Im Sommer soll es ausgeliefert werden.

Immerhin hat die Stadt schon Elektrofahrzeuge mit entsprechender Kennzeichnung von den Parkgebühren befreit. Ferner beschloss der Umweltausschuss auf Initiative der CDU mit freundlicher Unterstützung der anderen Fraktionen, zukünftig bei Straßenneubauten und -umgestaltungen Ladestationen für Stromer in die Planungen aufzunehmen. Daran hapert es bisher, denn es gibt nur 124 Ladepunkte im öffentlichen Raum und auf Firmengeländen.

Eine eher wolkige Kategorie hört auf den Oberbegriff „Bewusstsein schaffen“. Gemeint ist, das die Stadt über die Vorteile und sinnvolle Nutzung von Elektrofahrzeugen informiert, Anreize zur Schaffung von geeigneten Abstellmöglichkeiten gibt und auf Möglichkeiten verweist, Elektrofahrzeuge bei Car- sharing oder im öffentlichen Nahverkehr kennenzulernen. Da trifft es sich gut, dass die Üstra heute drei Elektrobusse in Betrieb nehmen will.

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