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Stadt will Flüchtlingshilfe besser koordinieren

Zentrale Koordinierung Stadt will Flüchtlingshilfe besser koordinieren

Die Stadt will die zahlreichen Hilfsangebote für Flüchtlinge besser ordnen. Seit Anfang des Monats hat die Feuerwehr bereits die alleinige Verantwortung für die Einrichtung von Notunterkünften. Innerhalb der nächsten zwei Wochen will die Stadt zudem zentrale Ansprechpartner für Helfer installieren.

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Quelle: dpa (Archiv)

Hannover. Die Stadt und die Berufsfeuerwehr wollen die Hilfe für die nach Hannover kommenden Flüchtlinge künftig besser koordinieren. Anfang des Monats übertrug die Verwaltung den Brandbekämpfern bereits alleinige Verantwortung für die Einrichtung von Notunterkünften. Bis zum Ende des Jahres müssen die Einsatzkräfte 1000 Plätze für Flüchtlinge geschaffen haben, die von den Erstaufnahmelagern in die Landeshauptstadt geschickt werden. Zur Lösung dieser Aufgabe hat die Feuerwehr, wie bei anderen Katastropheneinsätzen, etwa bei Hochwasser, Sturm oder einem Großbrand auch, einen Sondereinsatzstab ins Leben gerufen. „Alle Fäden laufen an dieser zentralen Stelle zusammen. Jedes Mitglied des Stabs ist für die Umsetzung einer anderen Aufgabe zuständig“, sagt Hannovers Feuerwehrchef Claus Lange.

Freiwillige Feuerwehren helfen

Derzeit sind die Helfer, die viel Unterstützung von den Kollegen der Freiwilligen Feuerwehren erhalten, mit dem Aufbau der Notunterkunft in einem ehemaligen Baumarkt an der Badenstedter Straße beschäftigt. Die Räume bieten Platz für 448 Menschen. In dem Baumarkt sollen jene Asylbewerber eine Unterkunft finden, die bis Ende September in der Halle 21 auf dem Messegelände einquartiert sind.

Zudem werden auch die ehemaligen Verkaufsräume der Firma Möbel Boss an der Straße Alter Flughafen zu einer Notunterkunft für Flüchtlinge umgebaut. 200 Menschen sollen dort unterkommen. „Darüber hinaus prüfen wir gerade weitere Gebäude, ob sie zu Notquartieren umfunktioniert werden können“, sagt der Feuerwehrchef. Denn eines haben sich die Verantwortlichen fest vorgenommen: Zeltstädte, wie sie mal für den Schützenplatz oder den Platz zu Füßen der Waterloosäule erwogen wurden, soll es in Hannover definitiv nicht geben.

„Wir benötigen ein gewisses Maß an Infrastruktur“

Allerdings kommen nicht alle Liegenschaften für die Unterbringung von Flüchtlingen in Frage. „Wir benötigen ein gewisses Maß an Infrastruktur“, sagt Claus Lange. So war es bei dem Baumarkt an der Badenstedter Straße beispielsweise von Vorteil, dass die alte Heizung des Gebäudes noch einigermaßen intakt war und wieder fit gemacht werden konnte. Auch konnte die Feuerwehr die Sprinkleranlage wieder in Betrieb nehmen.

Die Stadtverwaltung arbeitet derzeit an einer zentralen Anlaufstelle für die Koordinierung von Hilfen und Spenden für Flüchtlinge. Zudem möchte die Verwaltung auf der Internetseite der Stadt in den kommenden zwei bis drei Wochen ausführliche Informationen zu Fragen der Betreuung und Unterbringung und Kontaktdaten veröffentlichen, für Menschen, die Flüchtlingen helfen wollen. Auch soll eine zentrale Telefonnummer geschaltet und eine Mail-Adresse eingerichtet werden, über die die freiwilligen Helfer sich direkt mit der Verwaltung in Verbindung setzen können.

Hannover hilft

Hier veröffentlicht die HAZ eine Übersicht aus der Stadt und dem Umland, was wo gebraucht wird. Wir versuchen, die Übersicht stets aktuell zu halten – damit die Hilfsbereitschaft dort Früchte trägt, wo sie benötigt wird.

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